HOSTING & SERVICE PROVIDER SUMMIT 2012

Dieter Schmitt: „Managed Desktop Services machen schnell und flexibel“

10.04.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Dieter Schmitt, Director Channel Sales Germany bei Netapp
Dieter Schmitt, Director Channel Sales Germany bei Netapp

Dieter Schmitt, Channel-Chef von Netapp, hält Managed Desktop Services für eine logische Erweiterung des Geschäftsmodells von Service-Providern. Schmitts Kollege Sebastian Geisler, Business Solution Architect bei Netapp, stellt auf dem HOSTING & SERVICE PROVIDER SUMMIT 2012 eine „Referenzarchitektur als Basis für Managed VDI Services“ vor.

ITB: Inwiefern sind Managed Desktop-Services ein Geschäft für Service-Provider?

Schmitt: Schnelle Service-Bereitstellung und Migration, Flexibilität bei Endgeräteplattformen und „Bring Your Own Device“ sowie Disaster Recovery sprechen für Desktop Services. Solche Angebote kommen beim Kunden an, denn er reduziert damit seinen Betriebsaufwand und kann flexibler agieren. Service-Provider wiederum erzielen interessante Skaleneffekte. Managed Desktop Services sind eine logische Erweiterung ihres Geschäftsmodells. Sie setzen größtenteils auf bestehender Infrastruktur und Applikationslandschaft auf. Außerdem kann das Personal auf seinem Erfahrungsschatz aufbauen – alles in allem auch für Anbieter eine runde Sache.

ITB: Welche Anforderungen stellen Managed Desktop-Services an die Infrastruktur?

Schmitt: Unternehmen wollen bei Performance und Verfügbarkeit keine Abstriche machen. Auch wenn morgens viele virtuelle Maschinen gleichzeitig starten, der klassische „Boot Storm“, darf die Dienstgüte nicht sinken. Im optimalen Fall sorgt dafür eine leistungsfähige Storage-Basis als Teil einer standardisierten, aber flexiblen Referenzarchitektur. Solche in Kombination getesteten und validierten Lösungen wie FlexPod von Cisco und NetApp steigern die Effizienz mit smarten Funktionen wie Deduplizierung und Snaphots. Und sie vereinfachen viele Betriebsvorgänge, vom Aufbau der Infrastruktur bis hin zum Implementieren einzelner Services

ITB: Inwiefern spielen dabei Standards eine Rolle und auf welche Standards kommt es an?

Schmitt: Die gesamte Infrastrukturbasis setzt heute zu 99 Prozent auf gebräuchlichen Standards auf. Denken Sie nur an Ethernet als Allround-Protokoll für Netzwerk, Storage und Device-Anbindung. Daneben gibt es nur noch wenige, nicht standardisierte Applikationsschnittstellen. Anders sind gegenwärtige, komplexe Anwendungsumgebungen gar nicht mehr möglich. Auf Kundenseite sind diese Überlegungen im optimalen Fall hinfällig, der Browser wird zur zentralen Schnittstelle für Service-Bereitstellung.

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