Interview mit Michael Neumann vom Distributor B.com

Netbook-Hype ist rückläufig

13.04.2010 | Redakteur: Sylvia Lösel

Michael Neumann verantwortet bei B.com den Bereich Notebooks.

Der Kölner Distributor B.com hat Michael Neumann die Verantwortung für die neu geschaffene Business Unit Notebooks übertragen. Im Interview äußert er sich gegenüber IT-BUSINESS zu Trend-Themen.

ITB: B.com baut die Notebook-Sparte aus – warum?

Neumann: Wir haben eine klare Umschichtung des Marktes von PC-Systemen auf mobile Produkte wie Notebooks beobachtet. Deshalb hat B.com sich entschieden, diesen Trend nicht nur mitzugehen, sondern die ganze Thematik fokussiert zu behandeln.

ITB: Welche Trends sehen Sie im Bereich Note- und Netbooks?

Neumann: Viele Hersteller haben gemerkt, dass der Trend der günstigen Netbooks nicht förderlich für die Gestaltung der Durchschnittspreise gewesen ist und reagieren darauf mit besser ausgestatteten Geräten zu höheren Preispunkten. Gerade im Bereich der Netbooks ist ein Einbruch der Verkaufszahlen im Vergleich zu den anfänglichen Absatzentwicklungen zu verzeichnen. Die Endkunden, die nicht auf der Suche nach dem so genannten „Dritt-Notebook“ sind, entscheiden sich mehr und mehr für ein günstiges Notebook-Einsteigergerät, aufgrund der besseren Leistung und des größeren Displays.

ITB: Wird das Apple iPad den Markt beeinflussen?

Neumann: Apple hat mit dem iPad ein Produkt geschaffen, welches in puncto Design und Funktionalität erneut Akzente setzt. Abzuwarten ist allerdings, ob der Endkunden diese Plattform genauso annehmen wird wie es beim iPhone oder beim iPod gewesen ist.

ITB: Haben die Netbooks den Zenit bei den Absatzzahlen bereits überschritten?

Neumann: Der Hype der Netbooks ist definitiv rückläufig, allerdings punkten diese Geräte immer noch aufgrund des günstigen Einstiegspreises.

ITB: Sehen Sie in diesem Jahr den Trend zu neuen Formfaktoren?

Neumann: Interessante Akzente könnten dieses Jahr sowohl die Touch-PCs als auch Touch-Netbooks und die kommenden Smart(Net)books setzen. Desweiteren bleibt natürlich auch abzuwarten, wie und mit welcher Art von Produkten und Ideen die Industrie auf das Apple iPad reagieren wird.


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