Sie sind noch nicht angemeldet.Registrieren Sie sich hier!| Zum Login

Schnelleres iPhone, neue Macbooks und konkrete Termine für das nächste Betriebssystem-Release

Apple stemmt sich mit Innovationen gegen Microsoft, Nokia & Co.

08.06.2009 | Redakteur: Harry Jacob

Mit Sehnsucht erwartet: die neueste Generation des iPhone, Modellname 3G S.
Mit Sehnsucht erwartet: die neueste Generation des iPhone, Modellname 3G S.

Durchgängige 64-Bit-Unterstützung, Parallelisierung auf Betriebssystemebene – inklusive Nutzung der Grafik-Engines zur Entlastung der CPUs –, und ein großer Schritt vorwärts beim iPhone, das waren nur einige wichtige Punkte bei der Apple-Konferenz WWDC für die weltweiten Entwickler, die Montagabend in San Francisco begann. Ein neues Line-Up für die Notebooks, neue Versionen diverser Software-Anwendungen und nicht zuletzt das neue iPhone 3G S (wie „Speed”) waren weitere große Themen der Eröffnungskeynote.

Zwei große Themen standen schon vor der Eröffnung von Apple Worldwide Developer Conference (WWDC) in San Francisco fest: Es sollte Neuigkeiten zu MacOS X 10.6 („Snow Leopard”) geben sowie zum iPhoneOS 3.0, das auf MacOS X basiert. Viele Details der angekündigten Betriebssystem-Releases waren schon vorher bekanntgegeben worden. Die wichtigste war die vollständige 64-Bit-Kompatibilität von MacOS X 10.6.

Laut Apple wurden 90 Prozent der Applikationen überarbeitet. Dabei wurden zum einen die Ressourcenanforderungen optimiert. So kommt Snow Leopard gegenüber dem Vorgänger Leopard mit dem halben Speicherplatz auf der Festplatte aus und ist daher auch in der halben Zeit installiert. Zum anderen wurde der Finder, die zentrale Applikation des Betriebssystems, komplett neu in Cocoa geschrieben. Er ist nun vollständig 64-bittig und wurde um den Scheduler Grand Central ergänzt. Dieser sorgt dafür, dass die Aufgaben parallelisiert verarbeitet werden.

Desweiteren ist das Betriebssystem unter MacOS X 10.6 in der Lage, die Rechenleistung der Grafikkerne auch für andere Aufgaben als die Bilderstellung zu nutzen. Mit Quicktime X wurde eine zentrale Anwendung deutlich verbessert, so dass diese auch im Umgang mit HD-Content schneller arbeitet und das System weniger belastet.

Bildergalerie
Philip Schiller, Apples Senior Vice President of Worldwide Product Marketing, übernahm die Keynote an Stelle des erkrankten Steve Jobs, der erst Ende Juni an seinen Schreibtisch zurückkehren soll.Das neue Notebook-Line-up umfasst die Unibody-Modelle in 13, 15 und 17 Zoll, das weiße Einsteiger-Gerät in 13 Zoll (li.) und das Macbook Air (re.). Bei allen hat Apple die Ausstattung verbessert und die Preise gesenkt.Die neueste iPhone-Generation hört auf seinen Besitzer, dank Sprachsteuerung.
Klicken Sie auf ein Bild um die Bildergalerie zu öffnen (6 Bilder)

Von Leopard zu Snow Leopard

MacOS X 10.6 wird im September erscheinen – und damit voraussichtlich rund einen Monat vor dem Konkurrenzprodukt Windows 7. Apple versucht sich gegenüber dem kommenden Microsoft-Betriebssystem schon jetzt zu positionieren: durchgängige 64-Bit-Unterstützung (wenn die Applikationen darauf abgestimmt sind), Kompatibilität zu Microsofts Mail-Server Exchange (aber erst ab der Version 2007), geringerer Ressourcenverbrauch und ein günstiger Preis sollen die Kunden überzeugen. Je nach Betriebssystem-Applikation kommt Apple auf Geschwindigkeitszuwächse von 50 bis 90 Prozent. Die Preise für Deutschland hat Apple allerdings noch nicht bekannt gegeben. In den USA sollen Updates von Leopard für 29 Dollar erhältlich sein, „Family Packs” für bis zu fünf Macs für 49 Dollar und das Update von Tiger (MacOS X 10.4) zu Snow Leopard für 129 Dollar.

Zusammen mit der Integration von Online-Austauschformaten bei Adressen und Terminen – namentlich CardDAV und CalDAV – sowie der automatisierten Exchange-Erkennung bei den Netzwerkfunktionen kann sich jeder Mac-User komfortabel an dem Mailserver anmelden, genau wie von einem Windows-Client aus – er muss lediglich Server-Namen, Benutzer-Account und sein Kennwort angeben.

Server profitieren extrem

Auch die Server-Version kommt im September. Alle Kunden, die jetzt MacOS X Server kaufen, können bei Erscheinen der 10.6er-Version gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr updaten. Der reguläre Preis beträgt in den USA 499 Dollar – ohne Begrenzung der User-Zahl. Nach Angaben von Apple sind mit Snow Leopard auf der gleichen Hardware mehr als 100 Prozent höhere SPECsfs-Werte für NFS und CIFS und mehr als 20 Prozent höhere SPECjbb2005-Werte zu erreichen als mit der aktuellen Version 10.5.7 (zu den Details zu der Messung siehe Apples Pressemeldung). Die aktualisierte Liste der enthaltenen Funktionen und Grundlagen hat Apple auf dieser englischsprachigen Seite zusammengestellt.

Eine der wichtigsten Funktionen für geschäftliche Anwendungen ist die Anbindung an den Microsoft Exchange Server 2007. E-Mails, Kontaktdaten und Termine des Exchange-Accounts lassen sich mit Snow Leopard direkt von den Applikationen des Betriebssystems – Mail, Adressbuch und iCal – nutzen. Grundlage ist zum einen die neue E-Mail-Enginge für POP- und IMAP-Accounts, konkret: Apple wechselt von Cyrus, das mit MacOS X 10.3 eingeführt wurde, zu Dovecot. Diese Engine sei absolut standard-konform und aufgrund eines selbst erstellten und verwalteten Indexes deutlich schneller, zuverlässiger und sogar mit Funktionen zur Selbstheilung versehen.

Lesen Sie auf der folgenden Seite mehr zum neuen iPhone-Betriebssystem und der angekündigten Navi-Lösung, auf Seite 3 finden Sie die Beschreibung der neu vorgestellten Hardware.

1  |  2  |  3 weiter
Bewerten | Drucken | Versenden | als PDF | Kommentieren | Archivieren
Nur mit Anmeldung möglich !
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Apple Computer GmbH
München, Deutschland
Firmenprofil   Kontakt

Bewerten Sie diesen Artikel  
WEITERE INHALTE ZUM THEMA
Macworld Expo ohne Überraschungen: Apples Erfolgsgeschichte bekommt erste Risse
Ein Notebook, das nur knapp zwei Zentimeter dick ist und Backup-Speicher für den heimischen Applepark waren die Highlights auf der diesjährigen Mac Expo in San Francisco. Doch Steve Jobs, dem lange Jahre alles gelang, tut sich ungewöhnlich schwer beim digitalen Entertainment. Das Geschäft mit Film und Fernsehen soll nun neuen Schwung erhalten. weiter
Apple bringt Snow Leopard früher als geplant: MacOS X 10.6 erscheint am 28. August
Apple bringt Snow Leopard früher als geplant: MacOS X 10.6 erscheint am 28. August
Auf Apples Entwicklerkonferenz im Juni hatte es noch geheißen, MacOS X 10.6, Codename Snow Leopard, werde im September erscheinen. Nun wurde der Termin vorgezogen: ab kommendem Freitag, 28. August, ist das Produkt als Client- und Serverversion im Handel erhältlich. Für Business-Kunden dürfte vor allem die integrierte Exchange-Unterstützung von Bedeutung sein. weiter
Der Tablet-Rechner zwischen Macbook und iPhone: Apples jüngstes Kind heißt iPad
Der Tablet-Rechner zwischen Macbook und iPhone: Apples jüngstes Kind heißt iPad
Es ist 9,7-Zoll groß, so leicht, dass man es gerne in zwei Händen hält und es schreit nicht. Als Apple gestern abend endlich das Geheimnis lüftete, hielt die IT-Welt den Atem an. Selten hat eine Produktvorstellung soviel Interesse auf sich gezogen, wie gestern Abend der Auftritt von Apple-Chef Steve Jobs in San Francisco. weiter
Marktübersicht Storage & Archivierung Channel-Kompendium 2009
Marktübersicht Storage & Archivierung Channel-Kompendium 2009
Hier finden Sie aktuelle Trends und Entwicklungen im Storage-Markt. weiter...
Desktop-Virtualisierung mit Citrix Anwendungs- und Desktop-Bereitstellung im Mittelstand
Desktop-Virtualisierung mit Citrix Anwendungs- und Desktop-Bereitstellung im Mittelstand
Lange gab es kein Patentrezept für die effiziente Bereitstellung von Desktops in Rechenzentren. Dank der Citrix Virtualisierungs-Technologie sind diese Zeiten nun vorbei! weiter...
Marktübersicht Mobility Channel Kompendium 2008
Marktübersicht Mobility Channel Kompendium 2008
Das Mobility-Kompendium von IT-BUSINESS liefert Ihnen eine aktuelle Marktübersicht über die wichtigsten Trends bei Notebooks, Smartphones, Netbooks und mehr. weiter...
 

 

MEISTGELESENE NEWSMeistgelesene News
AKTUELLE NEWSAktuelle News
EMPFEHLUNG DER REDAKTIONEmpfehlung der Redaktion

AGB | Hilfe | Werbung | Datenschutz | Impressum | Sitemap
Copyright © 2010 Vogel Business Media