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Panasonic hat mit der G1 zwar auf der Photokina bereits ein Micro-Four-Thirds-Modell vorgestellt, die Abmessungen erinnern bei diesem Modell aber noch immer eher an eine herkömmliche SLR-Kamera. Olympus bringt jetzt mit der E-P1 erstmals einen ganz neuen Formfaktor ins Spiel. Die E-P1 soll an Olympus’ erste Halbformat-Kamera namens PEN erinnern, die vor 50 Jahren das Licht der Welt erblickte. Mit Retro-Design und dem optionalen Blitz ist dies dem japanischen Unternehmen auch gelungen.
Das Innenleben allerdings ist alles andere als „Retro“. Die E-P1 beherbergt einen 12,3-Megapixel-Sensor, einen Truepic-V-Bildprozessor sowie einen Bildstabilisator. Die Lichtempfindlichkeit kann von ISO 100 bis ISO 6.400 variiert werden.
Parallel zur Kamera-Einführung bringt Olympus zwei Wechselobjektive im Micro-Four-Thirds-Format auf den Markt. Ein Pancake-Objektiv (34 mm) und ein Objektiv mit einer Brennweite von 28 bis 84 Millimeter. Mit Hilfe eines Adapters passen auf die Kamera aber auch Objektive des regulären Four-Thirds-Standards.
Zur kreativen Bildgestaltung tragen des weiteren sechs Filter bei, die auch für die Videoaufnahmen eingesetzt werden können. Denn die E-P1 kann bis zu fünf Minuten lang in HD-Qualität filmen (30 Bilder pro Sekunde). Gespeichert und wiedergegeben werden die Filme im AVI-Format. Für die Wahl des Seitenbildverhältnisses stehen 4:3 und 16:9 zur Wahl.
Die Kamera ist mit HDMI-Schnittstelle ausgerüstet und verfügt über einen High-Speed USB-Port. Bilder werden simultan als RAW- oder JPEG-Datei aufgezeichnet. Auf der Rückseite besticht die Kamera mit einem Drei-Zoll-LCD-Display.
Der neue Standard soll parallel zum bereits existierenden Four-Thirds-Standard bestehen. Diesen hatte Olympus zusammen mit Kodak entwickelt, um die Vorteile von digitalen SLR-Kameras voll ausschöpfen zu können. Dadurch konnten Kompromisse bei der Auslegung neuer Komponenten sowie Kompatibilitätsprobleme mit alten Komponenten aus der analogen Welt umgangen werden.
Zur Markteinführung der E-P1 gibt es zahlreiches Zubehör. Neben den beiden Wechselobjektiven und Adaptern für Four-Thirds und OM-Objektive steht ein Blitz zur Verfügung. Ein externer optischer Sucher, Ledertrageriemen in Weiß und Braun sowie ein Leder-Taschenbody in den gleichen Farben komplettieren das Sortiment.
Die Kamera wird es ab Juli in zahlreichen Kit-Varianten zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 799 Euro geben.