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Ausgaben, die sich oftmals vermeiden ließen, wenn schon während des Bewerbungsprozesses Anforderungen und Erwartungen genauer formuliert, geprüft und während der Einarbeitungszeit etwas mehr Hilfestellung gewährt würde. Sofern »Freischwimmen« nicht ausdrücklich erwünscht ist, um den Arbeitnehmer auf hohes Engagement, Selbstständigkeit und Durchsetzungsfähigkeit zu testen.
Am häufigsten, in 81 Prozent der Fälle, kommt es nach der Umfrage zur Trennung, weil die Erwartungen einer der beiden Seiten enttäuscht werden. Auf Arbeitnehmerseite sind das solche an die betriebliche Realität, die aus den Aussagen des Personalmarketings abgeleitet sein können. Arbeitgeber hegten häufig falsche Hoffungen auf Erfahrungen, die der neue Mitarbeiter in die Arbeit einbringen kann. Zweithäufigster Kündigungsgrund während der Probezeit – mit 60 Prozent Anteil (Mehrfachnennungen waren möglich) – ist fehlende Fachkompetenz: Nach Ansicht der Studienautoren möglicherweise ein Zeichen für unzureichende Definition der Anforderungen im Vorfeld durch den Arbeitgeber oder überhöhter Selbstdarstellung durch den Bewerber, was letztlich Personalverantwortliche zu detaillierten Prüfungen verpflichtet. Konflikte im Team rangieren bei den Trennungsgründen an dritter Stelle (50 Prozent). Dies lässt vermuten, so die Analysten, dass in zahlreichen Firmen Probleme nur unzureichend geklärt werden.
Auch die Mitarbeiterintegration in der Anfangsphase zeichnet sich der Erhebung zufolge nicht gerade durch besonders hohen Aufwand aus. Feedback-Gespräche führen 93 Prozent der Befragten durch, Training-on-the-job nannten 89 Prozent. Zeitaufwändigere Einarbeitung wie Coaching bieten dagegen lediglich 47 Prozent der Unternehmen an und weisen diese Aufgabe in erster Linie Vorgesetzten und der Personalabteilung zu. Offizielle Feedbackgespräche kann der Neue in der Regel alle acht bis zwölf Wochen erwarten.
»Dass diese Maßnahmen für eine erfolgreiche Integration nicht ausreichend sind, scheinen auch die Unternehmen zu sehen,« so die Autoren der Studie. Gefragt nach den Verbesserungswünschen für die Probezeit, nannten viele Personalverantwortliche mehr Gelegenheit zum kommunikativen Austausch mit neuen Mitarbeitern.