Cisco UCS M5 Server

Neue Generation des Cisco Unified Computing System

| Redakteur: Ulrike Ostler

Cisco stellt eine fünfte Generation von UCS Servern vor: Sie kommt mit neuer Management-Software für Multi-Cloud-Umgebungen und ist mit den Intel-Prozessoren „Xeon Scalable“ ausgestattet.
Cisco stellt eine fünfte Generation von UCS Servern vor: Sie kommt mit neuer Management-Software für Multi-Cloud-Umgebungen und ist mit den Intel-Prozessoren „Xeon Scalable“ ausgestattet. (Bild: Cisco)

In der jüngsten Generation der „Cisco UCS Server“, der „M5“-Familie steckt die Intel-Prozessoren „Xeon Scalable“ sowie der „Workload Optimization Manager“. Die Software hilft bei der Verwaltung von Hybrid-Cloud-Workloads und deren Auswertung.

Im Frühjahr 2009 platzte die Bombe: Cisco kündigte eigene Server an und mischte damit den Rechnermarkt durch. („Von der Virtualisierung zur Cloud – Cisco ändert mit eigenen Rechnern die Spielregeln, Unified Computing von Cisco soll die IT-Landschaft revolutionieren“) Am Dienstag dieser Woche kündigte der Hersteller nun die fünfte Generation an. Die Maßgaben für die Server sind jedoch nahezu gleichgeblieben: durchgängige Einfachheit im Umgang und beim Einsatz der integrierten Systeme, kompromisslose Performance sowie eine zukunftssichere Architektur für die IT.

„It’s not a server. It’s a system”, heißt das beim Hersteller (siehe: „UCS M5: Making Something Great Even Better“). So hätten Kunden des Unified Computing System seit jeher von einem integrierten Design aus Compute, Virtualisierung und Switching profitieren können: Die Administrations- und Management-Kosten ließen sich um 63 Prozent senken, so dass die Anwendungen im Endeffekt um bis zu 83 Prozent schneller zur Verfügung stünden.

CPUs und GPUs

In den UCS M5 Servern verdoppeln die Intel Xeon Scalable-Prozessoren den Arbeitsspeicher im Vergleich zum Vorgängersystem und können laut Hersteller eine um bis zu 86 Prozent höhere Performance erreichen. Der Hersteller verweist auf Performance-Benchmarks, die von UCS M5 in sechs Fällen gewonnen wurden.

Zudem verfügten die Systeme über die höchste Dichte an GPUs, die derzeit in einem Blade-Server zu finden seien, und höchste Effizienz. Das ertüchtige UCS insbesondere für datenintensive Workloads, etwa Echtzeit-Analysen und In-Memory Computing.

Die Management-Software

Doch CPUs und GPUs sind nicht alles. Cisco fügt den UCS-Servern weitere Komponenten hinzu. So soll sich die Automatisierung der Infrastruktur mit der „Cisco Enterprise Cloud Suite“ – „UCS Director“, Version 6.5, für die Verwaltung und Workload Optimization Manager für die Lastverteilung. Das trifft nach Angaben des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC („IT Operations Analytics Survey“, vom August 2016) die Anforderungen der Anwender, die sich hauptsächlich auf zwei Bereiche konzentrieren: Die Kapazitätsplanung in Sachen Infrastruktur und deren bestmögliche Nutzung.

Nach Herstellerangaben sorgt der UCS Director 6.5 dafür, das sich bis zu 85 Prozent der operativen Aufgaben von einer einzigen Konsole aus erledigen lassen, etwa durch die Automatisierung nativer Powershell-Funktionen. Mit „vCenter“ in einem Rechenzentrum lassen sich so zum Beispiel virtuelle Maschinen verschieben. Neu ist der Support der Konsole „VMware VMRC”. Das schließt Automatisierungsmechanismen on „Flexpod” und „Cisco Hyperflex” mit ein.

Screenshot aus dem „Cisco Workload Optimization Manager“
Screenshot aus dem „Cisco Workload Optimization Manager“ (Bild: Cisco)

Das Tool Workload Optimization Manager soll den Administratoren zu Analysen verhelfen, die Workload-Anforderungen und Infrastrukturen sowohl in multiplen Clouds als auch on premise in Übereinstimmung zu bringen. Die tiefe Integration von Cisco UCS Chassis, Blades, IO-Modulen und Fabric-Interconnects ermögliche sowohl untätige beziehungsweise Ressourcen im Idle-Zustand bestmöglich auszulasten oder gar zu reaktivieren, während zugleich das Allokieren von Cloud-Umgebungen geprüft und überwacht werden. Die Integration in den UCS Director erlaubt sowohl das automatisierte Aufsetzen von virtuellen Maschinen als auch die Konfiguration physischer Server. Das hilft, so Cisco, die Applikations-Performance zu erhöhen bei gleichzeitigem Kostensparen.

Liz Centoni, Senior Vice President und General Manager der Cisco Computing Systems Product Group, sagt: „Die Rechenzentrumsinfrastruktur gehört neu gedacht. Denn die Kunden streben durch Echtzeit-Analysen und schnellere Entscheidungsunterstützung an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Die neuen Modelle

Allerdings aktualisiert Cisco zunächst die Modelle der „B“- und „C“-Serien, also die Blades und die Rack-Server. Neu im Portfolio sind „UCS B200 M5“ und „UCS B480 M5“-Blade Server (siehe: UCS B Server). Das B200-System etwa richtet sich an Anwender mit General-Purpose-Anwendungen. Das Modell B480 soll sich insbesondere für unternehmenskritische Anwendungen und verteilte Datenbanken eignen. Das Zweiwege-Rack-System „UCS C220“ adressiert vornehmlich Virtualisierungs und Collaboration-Applikationen.

Außerdem liefert Cisco mit der „UCS-S“-Serie auch zwei neue, auf Storage spezialisierte Systeme. Der Rack-Server „UCS C240 M5“ ist gedacht für Storage und I/O-intensive Workloads wie Big Data und Software-defined Storage. Auf dem Rack-Modell „UCS C480 M5“ sollen In-Memory-Datenbanken, Big Data, virtuelle Desktop-Umgebungen (VDI) laufen sowie Anwendungen die Skalierbarkeit erfordern. Es bietet Platz für sechs GPUs und 32 Festplatten.

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