14.04.2009 | Redakteur: Sarah Maier
Computacenter geht jährlich rund 150 UCC-Projekte bei Kunden ab einer Unternehmensgröße von 1.000 Ports an. Zu den Kunden zählen unter anderem VW-Transport, BMW und Rewe. Jens Hirsch, Director Unified Communications, sprach mit IT-BUSINESS über die Angst der Kunden vor UCC.
ITB: Um einen Überblick zu bekommen: Von welcher Größenordnung reden wir hier, wenn wir über UCC-Projekte von Computacenter sprechen?
Hirsch: In der Regel haben unsere Kunden 1.000 bis 5.000 Ports. Im Bereich Finance, wie beispielsweise für Sparkassen, realisieren wir jedoch auch Kundenprojekte mit über 20.000 Ports.
Hirsch: Das stimmt durchaus. Doch wir implementieren mittlerweile keine reinen Telefonieprojekte mehr, wie es 2006 noch häufig der Fall war.
Hirsch: Schon seit längerem wird auf CTI – Computer Telephonie Integration zugegriffen. Dabei kann direkt aus einer Applikation wie beispielsweise Excel heraus ein Telefongespräch aufgebaut werden, ohne die Nummern einzeln eingeben zu müssen. Derzeit ist zudem Unified Messaging gefragt, häufig in Verbindung mit Call-Center-Funktionen. Diese zählen alle zu telefonnahen Anwendungen.
Hirsch: Hierunter fällt Collaboration. Unter dem Begriff versteht man, dass modernste Kommunikationswerkzeuge eingesetzt werden, die ein gemeinschaftliches Arbeiten sowohl standort- als auch zeitübergreifend effizienter ermöglichen. Dies ist vor allem in der Zusammenarbeit mit Partnern und dezentral aufgestellten Teams von Bedeutung. Ich gehe davon aus, dass künftig mehr Web-Applikationen zu Kommunikationszwecken genutzt werden, wie die Web-Konferenzsysteme Webex oder Netviewer. Wie haben mittlerweile ebenfalls diverse Projekte mit OCS von Microsoft gestartet. Microsoft dringt verstärkt in den Bereich UC ein, was zu einem stärkeren Wettbewerb mit den klassischen Anbietern führt. Am stärksten dürfte der Wettbewerb jedoch mit Cisco sein. Beide Unternehmen bieten zwar Lösungen an, die in die bestehenden Kundensysteme integriert werden, Microsoft bietet in diesem Bereich jedoch vor allem gute ergänzende Lösungen zu bestehenden Systemen. Es ist Aufgabe der Systemhäuser, die Anwender hinsichtlich der unterschiedlichen Angebote aufzuklären und die Wettbewerbssituation zwischen den Anbietern so zu entschärfen.
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