Bostoner Forscher bauen Netzwerke mit Hilfe von Lichtsignalen

Morsen statt Funken – LED-Lampen ersetzen WLAN-Router und Mobilfunk

10.10.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

Thomas Little, Leiter das Smartlightning Center, mit seinem LED-Access-Point

Ein drahtloses Netz, nicht etwa per WLAN oder Mobilfunk, sondern mit sichtbarem Licht, entwickeln Forscher der Universität von Boston. „Smart Lightning“ nennen die Wissenschaftler ihr System. Als Router dienen LED-Lampen. Der Vorteil einer solchen Installation: Die Verbindungen könnten deutlich schneller, billiger und sicherer sein als bei bislang verwendeten Funktechniken.

Ein Vergleich zwischen heutigem WLAN-Konzept und einer Lichtnetz-Infrastruktur: WiFi benötigt spezielle Netzwerkkabel und Access Points. Das Lichtnetz kann diese Kabel nutzen oder auch die Stromversorgung.
Ein Vergleich zwischen heutigem WLAN-Konzept und einer Lichtnetz-Infrastruktur: WiFi benötigt spezielle Netzwerkkabel und Access Points. Das Lichtnetz kann diese Kabel nutzen oder auch die Stromversorgung.

Es klingt gleichzeitig antiquiert und futuristisch, einfach wie einleuchtend, gewohnt wie fremd: Das drahtlose Netz baut sich auf, sobald ein Lichtschalter betätigt wird. Das LED-Netz erübrigt jegliche zusätzliche Verkabelung oder Funktechnik innerhalb eines Büros.

Thomas Little, Professor an der Universität Boston schwärmt: „Stellen Sie sich vor, Ihr Iphone, das Radio, die Heizkörper können allesamt alleine dadurch kommunizieren, dass Sie einen Lichtschalter an der Wand betätigen.“ Die LEDs könnten dabei über alle bisher vorhandenen Leitungen mit Strom versorgt werden, so der Wissenschaftler weiter. Allerdings verbrauchten sie weniger Energie. Somit reduziere sich der Stromverbrauch des Gesamtsystems. Gleichzeitig jedoch sei das System zuverlässig und Probleme mit elektromagnetischen Interferenzen entfielen.

weiter mit: Die Taschenlampe als Access Point

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