30.01.12 | Autor / Redakteur: Beth Pariseau, Ralph Beuth / Ulrich Roderer

„Microsoft Hyper-V“ macht stetige Fortschritte beim Aufholen des Vorsprungs von VMware. Im weiteren Verlauf des Jahres 2012 wird sich der Wettbewerb zwischen den beiden Virtualisierungsanbietern anheizen wie nie zuvor.
VMwares vSphere 5, die Messlatte der Virtualisierung, war bereits im August 2011 allgemein verfügbar. Die Version unterstützt 1 Terabyte RAM und 32 virtuelle CPUs pro Virtueller Maschine (VM). Weitere neue Features sind Auto Deploy, das Hosts automatisch nach Nutzer-definierten Regeln aufteilt, überprüfte Hochverfügbarkeit (Fault Domain Manager), policy-getriebenes Storage Provisioning und der Storage Distributed Resource Scheduler.
Auf der anderen Seite steht Microsoft Hyper-V 3.0vShere immer noch im Entwickler-Preview-Stadium. Mit dem - jedenfalls geplanten - Erscheinungsdatum Ende 2012 soll es verschiedene Schlüssel-Features bringen, um es im Wettbewerb näher an vSphere heran zu bringen.
Diese Features beinhalten einen neuen erweiterbaren Virtual Switch (zu dessen Support sich Cisco verpflichtet hat), True Live Storage Migration, Shared-nothing Live Migration und höhere Skalierbarkeit bis auf 32 virtuelle CPUs und 512 Gigabyte (GB) Memory – mindestens jedoch 4 vCPUs und 64 GB RAM.
VSphere 5 behält die Führung im Vergleich der Features, aber Hyper-V 3.0 könnte Microsofts Virtualisierungsplattform gut genug machen, um eine starke Alternative zu vSphere zu sein, wie VMware-Händler bereits realisieren. „Der allgemeine Eindruck ist, dass sich der Abstand zwischen Microsoft und VMware schließt“, sagt Bob Swipes, Technical Support Spezialist bei einem Internet Service Provider im Staat New York. „VMware hat mehr Gimmicks, aber ist das ein Grund, es zu kaufen? Wir werden sehen.“
„Ich muss sagen, dass der bevorstehende Release von Hyper-V 3.0 sehr interessant aussieht“, sagt Christian Mohn, Senior Infrastructure Consultant der EDB ErgoGroup im norwegischen Bergen. „Es könnte für VMware bedeuten, im SME-Markt unter Druck zu geraten, was das Unternehmen dazu zwingen könnte, noch um einiges innovativer zu werden und vielleicht auch bei den Einsteigerprodukten über Preise und Features nachzudenken.“
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