Cebit 2016: Mananged-Switches auch mit 2,5G

Netgear: Schnellere Switches auch für KMU

| Autor: Klaus Länger

Die neuen Switch-Serien M4200- und M4300 sind auch für kleine und mittlere Unternehmen bestimmt. Sie sollen ein besonders einfaches Management erlauben.
Die neuen Switch-Serien M4200- und M4300 sind auch für kleine und mittlere Unternehmen bestimmt. Sie sollen ein besonders einfaches Management erlauben. (Bild: Vogel IT)

Eine echte Cebit-Premiere sind die Managed-Switches von Netgear. Sie sollen Enterprise-Funktionen und einfache Bedienung für KMU vereinen. Der M4200 ist ein 2,5G-Gerät mit besonders kompakter Bauform.

Auch in kleineren und mittleren Unternehmen steigen die Bandbreiten-Anforderungen stetig weiter an. Anwendungen wie Videokonferenzen oder Videoüberwachung und immer mehr Zugangspunkte für Mobilgeräte bringen Netze mit einem GBit-Backbone schnell an ihre Grenzen.

Mehr Luft nach oben sollen laut Netgear die auf der Cebit erstmals vorgestellten Prosafe-Switches der M4300-Serie verschaffen. Mit ihnen bekommen KMU-Kunden Enterprise-Funktionen kombiniert mit einer einfachen Bedienung und ohne zusätzliche Lizenzkosten für Layer-3-plus-Funktionen.

Die M4300-Serie besteht aus verschiedenen 1G- und 10G-Modellen mit bis zu 48 Ports. Teilweise unterstützen die Geräte auch PoE+. Die beiden Modelle mit halber Breite und 16 oder 24 Ports können leicht nebeneinander in einem Rack kombiniert werden, etwa für eine redundante Top-of-the-Rack-Installation. Die Geräte sind stackable und lassen sich zu einem logischen Switch mit bis zu 384 Ports kombinieren. Zukunftssicherheit soll die für SDN wichtige Openflow-1.3-Unterstützung bringen.

Neben der Bedienung über Kommandozeile erlauben die Geräte auch ein komfortables Management über eine grafische Benutzeroberfläche im Webbrowser.

Switch für die nächste WLAN-Welle

Für die nächste Welle der WLAN-Access-Points mit IEEE-802.11ac-Standard wird ein GBit Bandbreite pro Port beim Switch nicht mehr ausreichen. Daher hat Netgear den M4200-10MG-PoE+, das erste Modell der Prosafe-M4200-Serie, mit acht 2,5G-Ports ausgestattet. Zwei der Ports sind zudem 5G-fähig. Alle acht Ports unterstützen PoE+ und können so auch gleich die Spannungsversorgung entsprechend ausgestatteter Access-Points übernehmen. Für den Uplink stehen vier 10G-Ports bereit, von denen jeweils zwei den Anschluss über Kupfer oder Glasfaser erlauben.

Die Besonderheit des M4200 ist die kompakte Bauform. Das Gerät ist zwar auch im 19-Zoll-Rack montierbar, die geringe Tiefe von nur zehn Zentimetern macht aber auch andere Formen der Anbringung möglich. So gibt es auch Montagesätze für die Wand- oder Deckenmontage und sogar die Befestigung an einer Stange. Netgear gibt für das Betriebsgeräusch beim M4200 unter 30 dB bei 25 Grad Raumtemperatur an. Damit wäre das Gerät leise genug für die Montage über einer abgehängten Bürodecke. Eine neue Verkabelung zu den Access-Points ist meist nicht notwendig: 2,5G und 5G sollen auch bei Cat5e-Kabeln über bis zu 100 Meter möglich sein.

Der Prosafe M4200 soll etwa 1.400 Euro (UVP) kosten, der M4300-28G mit 24 1G-Ports und vier 10G-Ports als Einstiegsmodell der M4300-Serie schlägt mit etwa 1.320 Euro (UVP) zu Buche.

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