Lünendonk-Studie zu Business Intelligence und Business Analytics

Nachfrage nach externer BI-Expertise steigt

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Heidi Schuster / Heidemarie Schuster

Lünendonk hat im Rahmen der Studie CIOs gefragt, was ihrer Meinung nach die jeweils drei wichtigsten Themen in den Kategorien Technologiethemen und Restriktionen sind.
Lünendonk hat im Rahmen der Studie CIOs gefragt, was ihrer Meinung nach die jeweils drei wichtigsten Themen in den Kategorien Technologiethemen und Restriktionen sind. (Quelle: Lünendonk)

Business Intelligence bietet Umsatzpotenziale und stellt Unternehmen gleichzeitig vor Herausforderungen – sei es bei geeignetem Personal oder der Datenqualität.

CIOs werden in diesem Jahr ihre technologischen Schwerpunkte vor allem in Qualitäts- und Effizienzprojekte für und Business Analytics setzen, das ergab eine Umfrage von Lünendonk. Die Projektnachfrage komme dabei neben dem Finanzwesen hauptsächlich aus Fachbereichen wie Marketing, Produktion, Vertrieb oder Personal, die mit Hilfe analytischer Software ihre Prozesse transparenter und effizienter gestalten sowie die Kundenansprache optimieren möchten.

Hier entsteht laut Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk, in der praktischen Umsetzung ein Spannungsfeld: „Während der Druck im Business steigt, eine Vielzahl parallel laufender BI-Projekte rasch umzusetzen, fehlt es in den Fachbereichen und in der IT häufig an dem dafür notwendigen Personal. Deshalb sind sie in den nächsten Jahren deutlich stärker auf die Expertise externer BI-Berater und Software-Anbieter angewiesen.“

Geeignetes Personal finden

Nicht nur große Konzerne, sondern vor allem auch mittelständische Unternehmen stehen Lünendonk zufolge an dieser Stelle vor großen Herausforderungen bei der Besetzung entsprechender Positionen sowie der Rekrutierung geeigneter Kandidaten. „Neben dem notwendigen IT-Know-how sollten sie sich auch mit analytischen und statistischen Methoden auskennen und außerdem mit dem Kerngeschäft des Unternehmens sehr gut vertraut sein“, so Zillmann. Viele IT-Dienstleister und BI-Software-Anbieter offerieren daher die Datenauswertung und Berichterstellung als Dienstleistung oder so genannte Self-Service-BI-Lösungen mit bereits vordefinierten Berechnungsmodellen aus der Cloud. Zwei Services, die in Gesprächen mit Kunden und Anbietern immer stärker nachgefragt werden. Vorteile liegen in der Skalierbarkeit der Berichtstellung, dem Zugriff auf moderne Technologien, der höheren Flexibilität sowie den variablen Kosten.

Weitere Erkenntnisse der Lünendonk-Studie erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Ausgaben für IT- und BI-Projekte steigen

Grundsätzlich planen drei von vier Unternehmen laut Lünendonk, ihre Ausgaben für IT-Projekte in diesem Jahr zu erhöhen. Business Intelligence und Business Analytics bilden hier zwei Investitionsschwerpunkte – neben Cloud und mobilen Lösungen. Hinsichtlich der IT-Budgetplanungen zeigen sich aber große Unterschiede bei den analysierten Unternehmensgrößen: So rechnen etwa drei Viertel der Befragten aus Unternehmen mit bis zu zehn Milliarden Euro Umsatz mit Ausgabensteigerungen im Vergleich zu 2013. Dagegen gehen zwei Drittel der untersuchten Unternehmen mit mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz von konstanten beziehungsweise sinkenden IT-Ausgaben aus.

Folglich erwarten auch die Anbieter von BI-Software einen weiteren Anstieg der Nachfrage. Bereits in den vergangenen sechs Jahren seien die Umsätze der Hersteller von BI-Software jeweils deutlich stärker gewachsen als der IT-Gesamtmarkt.

„Die Ansprüche an das Management Reporting sind in den letzten Jahren sowohl inhaltlich als auch formal gestiegen. Heute ist es nicht mehr ausschließlich relevant, die Finanzseite zu analysieren, sondern sämtliche Leistungsbereiche eines Unternehmens: Wie entwickeln sich einzelne Geschäftsfelder? Wie kann das Unternehmen am besten auf veränderte Marktbedingungen reagieren und sich ihnen anpassen? Wie werden die Produktionsanlagen im kommenden Jahr ausgelastet sein? Welche Kunden sind die profitabelsten, welche die unrentablen? Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, werden Unternehmen auch zukünftig in leistungsstarke Tools investieren“, so Dominik Duchon, Vorstand bei LucaNet.

Herausforderung Datenqualität

Obwohl das Thema „Datenqualität“ seit Jahren Kunden wie Anbieter beschäftigt, berichten IT- und Fachbereiche immer noch häufig, dass ein wesentlicher Teil ihrer Arbeitszeit auf das Zusammentragen von relevanten Informationen entfällt und spürbare Effizienzgewinne durch Automatisierung vielfach ausbleiben, erklärt Lünendonk. Weiterhin würden Führungskräfte immer wieder berichten, dass sie mit der Aktualität und Genauigkeit der Kennzahlen unzufrieden sind – dies sei ein deutliches Signal dafür, dass die durchaus leistungsstarken Software-Tools ihr Potenzial noch nicht ausschöpfen respektive ausschöpfen können. „Vielerorts liegen die relevanten Informationen in Datensilos, die nicht über Schnittstellen an das zentrale Berichtswesen angedockt sind“, so Duchon.

Einen Schwerpunkt der IT-Investitionen von Mittelstand und Großunternehmen bilden daher 2014 auch die Datenebene, also die Harmonisierung von Datenbankstrukturen, sowie die Anbindung verschiedener Datenquellen an BI-Systeme. Dabei steht vor allem die Integration von Massendaten wie ERP- und CRM-Stammdaten, Log-Files oder Textdaten im Mittelpunkt analytischer Projekte. Diese Maßnahmen werden aus Sicht von Lünendonk die Unternehmen noch drei bis vier Jahre beschäftigen.

Diese und weitere Entwicklungen im Management Reporting hat Lünendonk in Zusammenarbeit mit LucaNet betrachtet und ein kostenloses Thesenpapier erstellt, das einen Ausblick in die Zukunft vermittelt. □

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