IDC-Vorhersage für 2013

Mobile- und Cloud-Deployments sagen den Kampf um die dritte Plattform an

| Redakteur: Katrin Hofmann

Die Marktforscher haben den Blick in die Glaskugel gewagt.
Die Marktforscher haben den Blick in die Glaskugel gewagt. (BeTa-Artworks - Fotolia.com)

In den vergangenen Jahren wurden die jährlichen Vorhersagen der IDC vom Wechsel der IT-Branche auf die dritte Plattform bestimmt. Diese basiert auf den Technologien von Mobile Computing, Cloud-Diensten, Social Networking und Big-Data-Analytics. Für 2013 erwartet IDC, dass beim Übergang auf die dritte Plattform einen Gang hochgeschalten wird.

„Die Branche insgesamt bewegt sich schneller in Richtung der Welt von Mobile, Social, Cloud und Big Data auf der dritten Plattform, als vielen bewusst ist. Von 2013 bis 2020 werden diese Technologien für rund 90 Prozent des gesamten Wachstums am IT-Markt verantwortlich sein", sagt Frank Gens, Senior Vice President und Chief Analyst bei IDC. „Unternehmen, die nicht 80 Prozent oder mehr ihrer Wettbewerbskraft in diesen neuen Markt einbringen, werden im Legacy-Bereich des Marktes hängen bleiben und sogar langsamer wachsen als das weltweite BIP.“

IT-Ausgaben sollen wachsen

2013 werden die weltweiten Ausgaben für IT nach der Prognose von IDC 2,1 Billiarden Dollar übersteigen, ein Zuwachs von 5,7 Prozent zum Jahr 2012. Das größte Wachstumssegment wird einmal mehr auf mobile Geräte (Smartphones, Tablets, E-Reader) entfallen. Diese werden 2013 um fast 20 Prozent zulegen und annähernd 57 Prozent des Branchenwachstums auf sich vereinen. Die mobilen Geräte nicht mitgerechnet beträgt das Wachstum der IT-Branche voraussichtlich nur 2,9 Prozent. Bei den anderen IT-Kategorien liegt die Wachstumsprognose für Software und Service bei sechs, respektive vier Prozent. Der Markt für PCs und Server wird laut der Prognose 2013 wieder zu einem moderaten Wachstum zurückfinden, zum Teil gestützt durch günstigere Vorjahresvergleiche.

Auf regionaler Ebene werden die IT-Ausgaben in den so genannten Emerging Markets 2013 um 8,8 Prozent auf über 370 Milliarden Dollar steigen. Diese Zahl steht für 34 Prozent der weltweiten IT-Ausgaben – und über 50 Prozent des gesamten neuen Wachstums am IT-Markt. Innerhalb der Emerging Markets werden die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) weiterhin die IT-Ausgaben anführen. Allein auf China entfällt über ein Viertel dieser Investitionen. Diese Entwicklungen in den Emerging Markets, die einen überpropotionalen Anteil am Wirtschaftswachstum haben, verändert auch wichtige globale Märkte. So erwartet IDC zum Beispiel, dass das chinesische Unternehmen ZTE mit seinem unglaublichen Wachstum und seiner starken Position in den Emerging Markets beim Rennen um den weltweit dritten Platz der Smartphone-Hersteller dabei ist.

Trend zu Mini-Tablets

Wie oben bereits erwähnt werden mobile Geräte auch weiterhin eine wichtige Rolle bei den weltweiten IT-Ausgaben spielen. Allerdings verändert der ständige Zugriff auf das Internet, den diese Geräte ermöglichen, auch das Verhalten der Anwender. Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone oder ihr Tablet als primären Internet-Zugang. Dieser Trend wird die große Akzeptanz der „Mini-Tablets“ (Tablets mit weniger als acht Zoll) im kommenden Jahr weiter verstärken. IDC erwartet, dass dieses Segment für bis zu 60 Prozent aller im Jahr 2013 ausgelieferten Tablets verantwortlich sein wird.

Im Kampf um die Vormachtstellung am Markt für mobile Betriebssysteme wird 2013 für Microsoft und für Research in Motion (RIM) ein kritisches Jahr werden. Beide Anbieter müssen bei den Entwicklern mobiler Apps mehr Interesse wecken, um die Zahl der Apps für die Geräte mit ihrem jeweiligen Betriebssystem zu vergrößern. Schaffen sie das nicht bis Ende 2013, wird das vermutlich ihren Niedergang in diesem Markt einläuten. Währenddessen werden Hardware-Hersteller wie Samsung zum Schutz vor der Marktdominanz von Android ihre Betriebssystemoptionen unter anderem mit Linux/Tizen ausloten.

Mehr über die weiteren IDC-Prognosen und künftigen Trends erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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