Enterprise-Ressource-Planning-Markt unter der Lupe

Mehr Gehirnschmalz für das ERP

12.10.2009 | Redakteur: Stefan Riedl

ERP-Systeme müssen immer mehr Funktionen abdecken. Gleichzeitig fordern die Kunden selbsterklärende und simple Bedienoberflächen. Und das Ganze aus der Cloud. IT-BUSINESS zeigt die Zielkonflikte dieser Wunschliste auf.

Bei Enterprise Ressource Planning (ERP) geht es um die unternehmerische Aufgabe, betriebliche Ressourcen (Mitarbeiter, Finanzmittel, Betriebsmittel) bestmöglich einzusetzen. ERP-Software kann nicht mehr sein als eine Hilfestellung, ein Werkzeug in dieser verzwickten Aufgabe voller Zielkonflikte. Sie liefert Daten aus den verschiedensten Bereichen des Unternehmens und meldet, wenn Abläufe gestört werden. Der Vergleich mit dem zentralen Nervensystem für das „Gehirn des Unternehmens“ liegt nahe.

Eine schon seit geraumer Zeit besonders auffällige Entwicklung in der Software-Branche im Allgemeinen und der ERP-Branche im Besonderen ist die, dass immer mehr Funktionen in die Applikationen wandern.

Christian Paucksch ist Geschäftsführer der Staware GmbH.
Christian Paucksch ist Geschäftsführer der Staware GmbH.

Für Christian Paucksch, Geschäftsführer der Starnberger Staware, ist dieser Trend in letzter Konsequenz Folge eines Konkurrenzkampfes: „Es geht darum, entweder zusätzlich Funktionen an dieses ERP anzudocken, oder eine neue bessere oder komplettere Software auszusuchen“.

Funktionsflut im ERP

Jochen Wießler ist Direktor Microsoft Business Solutions bei Microsoft Deutschland.
Jochen Wießler ist Direktor Microsoft Business Solutions bei Microsoft Deutschland.

Jochen Wießner, der bei Microsoft Deutschland als Direktor den Bereich Business Solutions leitet, beobachtet in diesem Zusammenhang eine Lagerbildung bei den Software-Herstellern: „Zum einen stehen da Hersteller, die auf eine Vielfalt möglicher Funktionen ihrer Software setzen, mit deren Hilfe die Mitarbeiter unterschiedlichste Aufgaben lösen können. Auf der anderen Seite sind IT-Anbieter erfolgreich, deren Software Mitarbeitern genau diejenigen Funktionen bereit stellt, die sie für ihre individuellen Aufgaben im Unternehmen benötigen.“ Microsoft sieht in der zweiten Variante erhebliches Potenzial, so der Manager. Die Gradwanderung dabei ist, die Individualisierung einfach zu halten. Wießner postuliert: „Die Zukunft wird den Firmen gehören, deren IT rollen- und funktionsspezifisch Arbeitsaufgaben löst“. Der Microsoft-Direktor ist begeistert von den Möglichkeiten, die die Vernetzung von Software-Segmente bietet: „Beim Kundentermin lassen sich Informationen aus dem CRM-System direkt über das SmartPhone abrufen, und Unified Communication Tools reduzieren Reisezeiten“. Möglich machen dies gemeinsame Standards. Durch sie können die eigenen Grenzen des Unternehmens überwunden werden und eigene wie die Mitarbeiter anderer Unternehmen über die gesamte Lieferkette hinweg zusammenarbeiten. Die Krux dabei sei eine gelungene Zusammenführung der Applikationen auf Nutzerebene, findet Wießner: „Der Anwender einer Software sollte sich idealerweise überhaupt keine Gedanken machen müssen, mit welchem Tool er gerade arbeitet, oder ob er lokal installierte Software oder eine Anwendung aus der Cloud verwendet.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den Haupttrends im ERP-Markt.

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