Greenpeace-Studie „How Clean is Your Cloud?“

Apple, Amazon und Microsoft verbrauchen durch Cloud Computing mehr Kohle- und Atomstrom

18.04.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Ira Zahorsky / Ira Zahorsky

Cloud Computing lässt Unternehmen wie Apple, Amazon oder Microsoft mehr Atomstrom verbrauchen.
Cloud Computing lässt Unternehmen wie Apple, Amazon oder Microsoft mehr Atomstrom verbrauchen.

Sie sind sogar aus dem Weltraum zu sehen, die riesigen Cloud-Rechenzentren der IT-Unternehmen. Auf grünen Strom legen dabei die wenigsten Wert. Eine Greenpeace-Studie zeigt die Großverbraucher dreckigen Stroms auf.

Rund um den Globus teilen Menschen ihre Fotos und Musik in der Cloud. „Wir erwarten, dass die dafür nötige Rechenleistung mit sauberer Energie betrieben wird“, sagt Gerald Neubauer, Energieexperte bei Greenpeace. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, denn Konzerne wie Apple, Amazon und Microsoft ziehen den zusätzlich benötigten Strom für ihre Rechenzentren aus Kohle- und Atomkraftwerken. Zudem versuchen Unternehmen zunehmend, die Cloud als „grün“ darzustellen, obwohl es an Transparenz und einheitlichen Verfahren zur Bestimmung der Leistung und der tatsächlichen Umweltauswirkungen fehlt.

Die größten Stromverbraucher

IT-Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft, deren Geschäftsmodell auf der Cloud aufbaut und rasch expandiert, wurden jetzt von Greenpeace in der Studie „How Clean is Your Cloud?“ entlarvt, ihren Strom für die Cloud-Rechenzentren zum Großteil aus umweltbelastenden Energiequellen, wie Kohle- und Atomkraftwerken, zu beziehen. Apple führt dabei mit 82,9 Prozent „dreckiger“ Energie vor Oracle (65,9 Prozent), Microsoft (65,3 Prozent) und Salesforce (64,9 Prozent). HP und Amazon teilen sich mit 63,8 Prozent den fünften Platz. Mit knapp 30 Prozent ist bei Amazon dabei der Atomstrom-Anteil am höchsten, gefolgt von Apple mit 27,8 Prozent.

Facebook wird grün

Es gibt aber auch durchaus Firmen, die sich um die Umwelt Gedanken machen und auf erneuerbare Energien setzen. Dell führt diese Kategorie mit nur 26,5 Prozent an dreckigem Strom an. Es folgen Yahoo! (34,9 Prozent), Google (44 Prozent) und Twitter (48,4 Prozent). Laut der Studie hat sich Facebook inzwischen verpflichtet, die eigene Plattform mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Der erste Schritt dazu ist das neue Rechenzentrum in Schweden, das komplett mit sauberem Strom läuft. □


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