Gartner gibt verheerende Zahlen für weltweite PC-Verkäufe bekannt

PC-Absatz bricht in EMEA drastisch ein

16.04.2009 | Redakteur: Katrin Hofmann

Nur mobile Rechner im B2C-Geschäft konnten den Absatzrückgang ein wenig ausbremsen.

Sowohl weltweit als auch im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sind die PC-Verkäufe im ersten Quartal 2009 deutlich eingebrochen. Besonders hart betroffen ist Dell. Doch auch bei HP, Lenovo und Asus schwächelt der Absatz. Allerdings gibt es auch zwei glorreiche Ausnahmen, die von der Beliebtheit mobiler Geräte im Privatkunden-Segment profitieren konnten – wenigstens, was den Absatz betrifft.

Um 6,5 Prozent sind, den vorläufigen Zahlen der Marktforscher von Gartner zufolge, die Rechner-Verkäufe im ersten Quartal dieses Jahres weltweit zurückgegangen. Während 2009 bis Ende März insgesamt 67,2 Millionen PCs abgesetzt wurden, waren im Vorjahresquartal noch 71,8 Millionen Computer über die Ladentheken gegangen.

In der EMEA-Region fiel der Rückgang noch drastischer aus. Das Minus liegt hier zum ersten Mal seit der Analyse durch Gartner im zweistelligen Bereich. Während in EMEA in den ersten drei Monaten dieses Jahres 22,7 Millionen PCs an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht wurden, waren es im Vorjahreszeitraum noch 25,3 Millionen Rechner, damit über zehn Prozent mehr als dieses Jahr.

Ausnahmen: Acer und Toshiba

Der Rückgang betrifft dabei alle Marktbereiche gleichermaßen. Allerdings schrumpfte das Business-Segment stärker als der Endverbraucher-Markt. Bezüglich der Produksegmente – stationäre PCs und mobile Rechner – konnten allein die Verkäufe mobiler Geräte an private Kunden Wachstum verbuchen. Toshiba und Acer gehören zu den wenigen Anbietern, die dort profitierten. Während Toshiba weltweit seinen Absatz um 18,4 Prozent steigern konnte und in EMEA 8,6 Prozent mehr verkaufte, wuchs Acer weltweit sogar um 26,7 Prozent, in EMEA um 20 Prozent.

Die stärksten Absatzeinbrüche sowohl welt- als auch europaweit unter den Top-5-PC-Anbietern verzeichnet Dell. Weltweit gingen die Verkäufe des Anbieters um knapp 17 Prozent zurück, in EMEA sogar um rund ein Viertel.

Hewlett-Packard als Erstplatzierter konnte zwar weltweit leicht zulegen, muss aber in Europa, dem Nahen Osten und Afrika ein Minus von 5,3 Prozent verkraften. Dass HPs Wachstumszahlen über dem Durchschnitt liegen, begründen die Gartner-Analysten mit dem stabilen Portfolio an Endverbraucher-PCs inklusive der niedrigpreisigen Notebooks. (Das Pavillion- und Compaq-Portfolio soll aber nun um 30 Prozent zusammengestrichen werden, wie HP diese Woche ankündigte).

Ebenso wenig mit einem Plus glänzen Lenovo und Asus. Die verkauften Stückzahlen von Lenovo, in EMEA in den Top 5 nicht vertreten, sanken weltweit um 7,7 Prozent. Asus, weltweit nicht in den Top 5, verkaufte in EMEA 2,4 Prozent weniger Rechner.

Die Platzierungen und Wachstumszahlen im Einzelnen finden Sie in der Bildergalerie.

Ist die Talsohle im PC-Geschäft erreicht oder geht es weiter bergab? Intel-CEO Paul Ottelini jedenfalls zeigt sich optimistisch (mehr dazu hier).


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