07.09.2009 | Redakteur: Katrin Hofmann
Die weltweiten Umsätze mit Servern sanken sowohl den Marktforschern von IDC als auch den Analysten von Gartner zufolge im zweiten Quartal um rund ein Drittel im Jahresvergleich. Damit sind die Einnahmen laut IDC zum vierten Mal in Folge in einem Quartal eingesackt und der Rückgang ist der stärkste, den die IDC-Analysten jemals seit Start ihrer Messungen erfasst haben. Sämtliche Segmente und Top-Hersteller sind betroffen.
Die weltweiten Umsätze mit Servern sind den beiden Marktforschungsunternehmen IDC und Gartner zufolge im zweiten Quartal dieses Jahres und rund 30 Prozent im Jahresvergleich auf 9,8 Milliarden US-Dollar laut IDC (Gartner: 9,7 Milliarden US-Dollar) eingesackt. Laut Gartner wurden zeitgleich auch 28 Prozent weniger Geräte abgesetzt beziehungsweise verkauft; IDC spricht ebenfalls von einem Einbruch der Stückzahlen um 30 Prozent.
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Problematik im Server-Segment nicht vorrangig ein Umsätze drückender Preiskrieg ist; sondern die Zahlen zeigen vielmehr, dass der Einnahmeverlust durchaus mit messbarer Kaufunlust bezüglich der Stückzahlen einhergeht.
IDC konstatiert in diesem Zusammenhang, dass mittlerweile bereits im vierten Quartal in Folge Umsatzverluste auftraten. Außerdem sei der aktuelle Rückgang im Jahresvergleich der größte jemals gemessene seit Start der Untersuchung im Jahr 1996.
Zudem unterliegen im dritten Quartal in Folge sämtliche Server-Preissegmente dem Minus bei den Erlösen. Das Volumen- beziehungsweise Mengengeschäft gab um 30 Prozent nach. Der Umsatz mit Geräten mittlerer Preisklasse, den Midrange Servern, sank um 28 Prozent im Jahresvergleich. Im hochpreisigen Highend Enterprise Segment belaufen sich die Verluste auf 32 Prozent.
Server mit x86-Prozessoren verzeichneten ein Umsatzminus von 28 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar und Absatzverluste von 30 Prozent auf 1,4 Millionen Stück. Server mit alternativer Prozessoren-Technik wie RISC oder EPIC wurden ebenfalls vom Abwärtsstrudel erfasst. Die Umsätze mit diesen sanken um 32,2 Prozent im Jahresvergleich auf 4,7 Milliarden US-Dollar.
Nach dem verwendeten Betriebssystem unterschieden, gaben die Umsätze mit Microsoft Windows Servern um 28 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar nach. Linux-Server verzeichneten ein Minus von 29 Prozent und kamen auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Die mit Unix-Servern generierten Erlöse sackten um 31 Prozent ein und landeten bei 3,1 Milliarden US-Dollar.
Lediglich beim Geschäft mit Blade-Systemen verlief die Talfahrt etwas langsamer: Nach minus zwölf Prozent lag der Umsatz am Ende des Quartals bei 1,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht rund zwölf Prozent Marktanteil am Gesamtumsatz der Branche.
Auch sämtliche Top-5-Hersteller mussten IDC zufolge drastische Einbußen hinnehmen. An den Platzierungen im Jahresvergleich hat sich dadurch aber nichts geändert. Die Verluste des Branchenprimus IBM fielen mit minus 26 Prozent nur geringfügig moderater aus als die der Zweit- bis Fünftplatzierten. Sun Microsystems verzeichnet mit minus 37,2 Prozent das stärkste Minus. Auch die Rückgänge bei den anderen Anbietern fallen nicht deutlich geringer aus.
Weitere Details zu den aktuellen Zahlen im Server- und Storage-Segment in EMEA und Deutschland im 2. Quartal erfahren Sie von Thomas Meyer, VP EMEA Systems and Infrastructure Solutions bei IDC, am 10. September im Webcast bei IT-BUSINESS. Hier können Sie sich anmelden.
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