25.02.2010 | Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann
Zum Jahresende setzte sich im Consumer-Segment der Aufwärtstrend fort. Der Umsatz lag im Dezember 25 Prozent über dem Vorjahr. Die enorm positive Entwicklung der vergangenen Monate bei mobilen Computern konnte nochmals gesteigert werden. Das Absatzplus betrug 52 Prozent, das Umsatzplus 30 Prozent. Über alle Zoll-Klassen hinweg wurde sowohl bei Umsatz als auch Menge ein zweistelliges Wachstum erzielt. Darüber hinaus zeigt sich zunehmend eine Anteilsverschiebung nach Absatz bei den Formfaktoren. Zählten noch vor einem Jahr neben 15,4-Zoll-Rechnern vor allem 17-Zoll-Modelle als Desktop-Replacement-PCs zu den beliebtesten Geräten, waren es im Dezember 2009 neben den 15,4-Zoll-Modellen vor allem Mobile Computer unter zwölf Zoll. Besonders Netbooks waren Verkaufsschlager im Weihnachtsgeschäft.
Der LC-Display-Markt im B2C-Bereich entwickelt sich dagegen erneut negativ, auch wenn der Absatz verglichen mit November 2009 um fünf Prozent zulegte. Erstmals seit Mai 2009 stieg in diesem Produktsegment auch der Verkauf an Business-Kundschaft. Displays mit 24 Zoll oder größer bewegen sich weiterhin im Plus. Dabei spielen auch Public Displays eine immer größere Rolle. Im Einzelhandel entwickelt sich die nachfrage besonders dynamisch. Neben LC-Displays waren digitale Bilderrahmen im Weihnachtsgeschäft bei den Konsumenten sehr beliebt. Das Jahr 2009 endete somit mit einem sehr positiven Ergebnis über viele Warengruppen hinweg. Die anhaltend hohe Nachfrage nach mobilen Computern und großformatigen Displays sowie deren positiver Einfluss auf benachbarte IT-Märkte sollte in Summe eine gute Basis für das Jahr 2010 darstellen.
Nachfrage- und Umsatzentwicklung waren für Projektoren 2009 im B2B- und B2C-Markt verhalten: trotz Innovationen und Preiszugeständnissen. Dies lässt auf gewisse Sättigungstendenzen schließen, was sich aber künftig unter anderem verstärkt in Replacement-Käufen niederschlagen dürfte. Auch preisgünstige große Displays dürften den ein oder anderen Einsatzzweck für Projektoren obsolet machen. Sollte das neue Segment der Micro-Projektoren es schaffen, den Spaß-Aspekt deutlich stärker in den Vordergrund zu rücken, könnte hier ein boomendes Marktsegment entstehen.
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