Infrastruktur- und Applikations-Outsourcing erfreut sich Zuwachs

Desktop/LAN-Services dominieren am IT-Outsourcing-Markt

13.08.2007 | Redakteur: Florian Karlstetter

Der deutsche IT-Outsourcing-Markt wächst: Innerhalb der vergangenen 12 Monate haben deutsche Unternehmen 36 große Aufträge für das IT-Outsourcing mit einem Volumen von insgesamt 15,1 Milliarden Euro vergeben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 17 Prozent.

Die Daten basieren auf einer vierteljährlichen Analyse des Beratungshauses Active Sourcing, in der alle Verträge über zehn Millionen Euro erfasst sind. Demnach wurden alleine im zweiten Quartal 2007 acht Verträge mit einem Total Contract Value (TCV) von mehr als zehn Millionen Euro unterzeichnet. Das Gesamtvolumen dieser Abschlüsse beläuft sich auf rund 2,8 Milliarden Euro.

Die meisten IT-Auslagerungen sind im Industriesektor und bei Banken zu finden – so stammen 14 der 36 Verträge aus diesen beiden Bereichen. An dritter Stelle folgt die Handelsbranche mit fünf Outsourcing-Abschlüssen, dicht gefolgt von Telekommunikations-Unternehmen mit vier Verträgen. Der Public Sector, Transporte/Reisen und Versicherungen befinden sich mit drei beziehungsweise zwei Abschlüssen auf den hinteren Plätzen.

Die Service-Sparte Desktop/LAN steht beim Thema Outsourcing unangefochten an erster Stelle – trotz sinkender Preise hält sie sich mit einem Marktanteil von 38 Prozent weiterhin an der Spitze. Laut „Sourcing Monitor“ entspricht dies einem Gesamtvolumen von 5,74 Milliarden Euro. „Aufgrund einer steigenden Komplexität im Desktop-Bereich geben Firmen die Aufgabe vermehrt an einen externen IT-Dienstleister“, erläutert Stefan Regniet, CEO von Active Sourcing. „Wegen des anhaltenden Outsourcing-Trends nimmt Deutschland in Europa eine Schlüsselrolle ein.“

Auch der Mainframe-Sektor ist mit 3,2 Milliarden Euro stark vertreten, gefolgt von Midrange mit 2,34 Milliarden und WAN/VoIP mit 2,03 Milliarden. Einen vergleichsweise geringen Anteil verzeichnen die Dienstleistungssektoren Application Management und SAP mit 1,49 Milliarden respektive 0,3 Milliarden. Dabei ist eine große Anzahl der SAP-Auslagerungen nicht im Sourcing Monitor erfasst, da dieser nur Verträge über zehn Millionen Euro berücksichtigt.


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