ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS

Mobile Geräte und Software treiben Umsätze in die Höhe

31.07.2007 | Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer / Katrin Hofmann

Mit 84 Punkten erreicht der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS wieder einen hervorragenden Wert, der elf Prozent über dem Vorjahresmonat liegt. Bereits acht Monate in Folge hält damit die positive Entwicklung an. Neben dem Consumer- und SMB-Geschäft konnte auch das Enterprise-Geschäft an Fahrt gewinnen. In den letzten beiden Monaten lag es jeweils 16 Prozent über den Vorjahreswerten. Damit hat sich der Wachstumsmotor SMB- im Vergleich zum Enterprise-Segment etwas weniger stark positiv entwickelt. Das SMB-Geschäft verzeichnet aktuell nur einen Zuwachs von sieben Prozent.

Mobile Computer, ein wachsender Workstation-Markt, große LCD-Monitore und Netzwerkprodukte zählen zu den Wachstumsmotoren im Hardware-Umfeld. Groupware, Betriebssysteme, Software für Programmiersprachen, die Texterkennung und Security-Suites sind die wachsenden Segmente im Software-Umfeld. Auch dieses trägt damit erstmals zur positiven Entwicklung bei, was eine Konsequenz von Vista sein dürfte.

Desktop-Computer sind dagegen nach wie vor sehr verhalten in der Nachfrage, die im Jahresvergleich signifikant zurückgegangen ist. Zwar legt hier die mittlerweile hohe Installationsdauer für neue Anwendungen oft ein Replacement nahe, bedingt durch die Markteinführung von Vista dürfte das aber erst nach dem Launch des ersten Service-Packs erfolgen. Für viele Firmen dürfte die anstehende Umstellung auf Vista in Konsequenz auch Desktop-Replacement zu Folge haben. Dadurch wird sich die Nachfrage im kommenden Jahr im B2B-Umfeld entsprechend verschieben.

Im Consumer-Bereich legen Notebooks nach Stückzahlen um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Top Fünf der meistverkauften Modelle stammen von Markenartiklern. Das spricht dafür, dass die Marke wieder als Orientierungspunkt im Auswahlprozess des Privatkonsumenten an Stellenwert gewinnt.

Kleine Lautsprecher beliebt

Im Zubehörbereich fällt besonders die Wachstumsrate für Minilautsprecher mit einem Absatzplus von 50 Prozent positiv auf. Durch kleine mobile Lösungen mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten, ob mit Desktop-PCs, Notebooks oder MP3-Playern, ist diese Produktgruppe ein gutes Beispiel für den stattfindenden Wandel der IT-Produktwelt im privaten Umfeld. Der Wunsch nach einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit multimedialer Inhalte sowie deren Nutzung »indoor« und »outdoor« steigt und dürfte die Produktentwicklung dahingehend antreiben.

Für den Handel gewinnt damit eine gezielte Verkaufsberatung vor dem Hintergrund des persönlichen Lebensstils des Konsumenten und individueller Freizeitinteressen an Bedeutung. Drahtlos-Technologien stellen dabei einen entscheidenden Faktor dar. Allein der Absatz für externe Wireless-Netzwerkkarten wuchs um über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Plus bei Software

Ein Novum seit mehr als zwei Jahren ist die Bilanz für den Software-Markt. Die Verkäufe von Standard-Software ohne Lizenzen legten fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Auch wenn saisonale Basiseffekte zu berücksichtigen sind, setzt der aktuelle Untersuchungszeitraum damit ein positives Signal, auf das die Software-Branche schon lange wartet.

Imaging-Software im weiteren Sinne, Foto- und Video-Software als auch Grafik- und Web-Anwendungen, liegt mit zweistelligen Zuwachsraten über dem Vorjahresniveau. Finanz-Software wie elektronische Haushaltsbücher, Börsenmanager oder Software zur Vermögensverwaltung wuchsen um über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neue Produktversionen unterstützen die steigende Nachfrage nach diesem Produktsegment, das auch von der derzeit positiven Entwicklung an den Finanzmärkten beflügelt werden dürfte.

Auch die Integration von Internet-Angeboten wie Online-Banking, Austauschportalen für Videos und Fotos dürfte künftig für den Software-Markt eine zunehmende Rolle spielen. Voraussichtlich wird sich der GfK ITC-Index dem Trend folgend auch weiterhin positiv entwickeln, allerdings erneut mit geringeren Wachstumswerten. Spannend und eine Herausforderung dürfte die Entwicklung im zweiten Halbjahr werden. Die positive Konjunktur, basierend auf Export und innländischer Nachfrage, schafft die Voraussetzung für weiteres Wachstum.

Dabei bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Industrie und Handel, um den Aufwärtstrend fortsetzen zu können. Neben dem Fachwissen zur Informationstechnologie wird dabei mehr und mehr auch das Wissen über Lifestyle-, Wohn-, Mode- und Freizeittrends gefragt sein, um die digitale Welt aktiv mitzugestalten.

Im Detail: Handys und Smartphones

Smartphones sind durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Gunst der Käufer deutlich gestiegen. PDAs haben im Gegenzug nahezu ihr gesamtes Marktvolumen eingebüßt, wurden durch Smartphones fast komplett verdrängt. Im Vergleich zu Handys ist das Wachstum bei Smartphones momentan signifikant höher. Trotzdem haben diese nur drei Prozent Marktanteil.

Der Anteil von 3G-beziehungsweise UMTS-Geräten steigt weiter an. Bei Smartphones ist er im Vergleich allerdings signifikant höher, was durch die eher »datenorientierte« Nutzung zu erklären ist, beispielsweise die Nutzung von eMail-Push-Diensten.


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