Zahlen von Gartner und IDC zum PC-Markt weltweit und in EMEA

Acer und HP wachsen besonders stark

23.07.2007 | Redakteur: Katrin Hofmann

Ungebrochen hoch ist die Nachfrage nach Laptops.

Der weltweite PC-Absatz hat im zweiten Quartal stärker zugelegt als der Marktforscher Gartner prognostiziert hatte. Auch in der EMEA-Region ging es kräftig aufwärts, wie auch die Zahlen von IDC belegen. Besonders punkten konnten Hewlett-Packard und Acer.

61,1 Millionen PCs gingen im zweiten Quartal 2007 weltweit über die Ladentheken. Das ist ein Anstieg von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisse übertrafen damit die Erwartungen von Gartner, der im Vorfeld einen Anstieg von 10,6 Prozent vorhergesagt hatte. Besonders stark vorangetrieben wird der Markt demnach durch Laptops, die vor allem bei Privatnutzern beliebt waren. Vista dagegen hat laut dem Marktforscher auch im zweiten Quartal »nur eine minimale Auswirkung auf die Verbrauchernachfrage«.

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) legte die Nachfrage von April bis Juni mit 18,6 Millionen verkauften Computern sogar noch stärker zu. Im Vergleich zum Vorjahr wurden hier laut Gartner 11,9 Prozent und nach den Zahlen von IDC sogar 13,5 Prozent mehr Desktop-PCs und Laptops abgesetzt. Die Steigerungen seien vor allem auf mehr Käufe in Osteuropa, der Golfregion und Afrika zurückzuführen.

Mit einem Marktanteil von 18,2 Prozent führt Hewlett-Packard weltweit das Ranking der absatzstärksten PC-Hersteller an und konnte sich damit um 36,6 Prozent verbessern. Im neunten Quartal in Folge ist HP damit laut den Analysten von Gartner überdurchschnittlich gewachsen.

Dell kämpft

Noch im Vorjahr hatte Dell mit dem Marktanteil von 17,8 Prozent auf dem ersten Rang gelegen, musste jedoch bis Ende Juni 2007 5,5 Prozent Absatzeinbußen im Jahresvergleich hinnehmen und belegt nun mit 15 Prozent Marktanteil Rang zwei. Das Consumer-Segment sei die Hauptschwäche des Anbieters, urteilen die Marktforscher. Die Plätze drei, vier und fünf teilen sich in unveränderter Reihenfolge Lenovo, Acer und Toshiba. Acer konnte von diesen beim Absatz am stärksten aufholen, um 54,2 Prozent im Vergleich zum 2. Quartal 2006. Das Wachstum des Unternehmens sei vor allem durch die gute Nachfrage in den USA, aber auch in der EMEA-Region vorangetrieben worden, so die Analysten.

Acer legt kräftig zu

Ob Acer in Europa, Afrika und dem Nahen Osten (EMEA) vor oder hinter Dell einzustufen ist, darüber läßt sich streiten. Laut den Marktzahlen von Gartner positioniert sich der Hersteller mit 11,8 Prozent Absatzanteil knapp vor Dell mit 11,7 Prozent. Anders die Zahlen von IDC: Demnach liegt Dell mit 12,2 Prozent vor Acer mit 12 Prozent. Unstrittig ist, dass der Abstand minimal ist und Acer im Gegensatz zu Dell vergleichsweise stark zulegen konnte. Laut Gartner verkaufte Acer in der EMEA-Region 35,1 Prozent mehr PCs als im Vorjahr, laut IDC sogar 36,3 Prozent. Dagegen musste sich Dell gemäß IDC mit einem Wachstum von nur 0,2 Prozent begnügen, nach den Zahlen von Gartner sogar Verluste von 0,8 Prozent einstecken. Auf Platz eins des EMEA-Rankings liegt sowohl bei Gartner als auch IDC mit rund 19 Prozent Marktanteil der auch weltweit führende Hersteller HP. Die Plätze drei und vier belegen Fujitsu Siemens und Toshiba mit rund 6 beziehungsweise zirka 4,5 Prozent Marktanteil.


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