Zahlen auf einen Blick im Marktbarometer

Die In- und Out-Themen in der KW 39

27.09.11 | Redakteur: Katrin Hofmann

Erst abheben, dann abstürzen: Zahlreichen Trendthemen ergeht es so.
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Erst abheben, dann abstürzen: Zahlreichen Trendthemen ergeht es so.

Warum die Deutschen fast Musterknaben beziehungsweise -mädchen sind, weshalb ERP-Sicherheitslücken durchaus hausgemacht sein können und wie EMC, IBM, Netapp und weitere Anbieter im Markt für externe Plattenspeicher aufgestellt sind: Regelmäßig zeigt IT-BUSINESS an dieser Stelle die Trends – aber auch Flops – im auf wesentliche Fakten komprimierten Überblick.

Der weltweite Umsatz mit externen Plattenspeichern wuchs im zweiten Quartal Gartner zufolge „im Rekordtempo“. Der Erlös bei Plattenspeichern betrug 5,1 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 11,6 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 entspricht. In diesem lag der Umsatz noch bei 4,6 Milliarden US-Dollar. Dass die ­Entwicklung trotz der ungünstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen und der ­politischen Unruhen im Nahen Osten so positiv ­ausfiel, begründen die Analysten unter anderem mit dem Trend hin zu virtualisierten Servern und Clients, der die Nachfrage positiv beeinflusste (Details siehe Grafik in der Bildergalerie).

Mobiles Web wird wichtiger

Rund ein Viertel der Deutschen nutzt E-Mail und Web auf dem Handy – mit Potenzial nach oben, glaubt TNS Infratest. Wachstums-Treiber sind laut Analysten die zunehmende Verbreitung internetfähiger Geräte und die sinkenden Kosten für die Datenübertragung (Details siehe Grafik in der Bildergalerie).

Deutsche sind fast Musterknaben

Im internationalen Vergleich beziehen nur wenige Deutsche Software ausschließlich oder mehrheitlich illegal (21 Prozent), wie die Business Software Alliance im Rahmen einer Studie ermittelt hat. Im weltweiten Durchschnitt dagegen tendiert fast jeder Zweite zu Raubkopien, vor allem in Schwellenländern. Die Chinesen jedoch sind die Spitzenreiter (Details in der Grafik in der Bildergalerie).

Trends

  • Secufit warnt vor „erheblichen Sicherheitsrisiken im ERP-Umfeld“. Bei einer Untersuchung in deutschen Unternehmen hat der ­IT-Dienstleister in rund 80 Prozent der Firmen ­Lücken im ERP gefunden. Eine der ­typischen Schwachstellen war die ­Benutzerverwaltung, beispielsweise werden oft mehr Nutzerrechte als nötig vergeben.
  • Rund 56,8 Milliarden US-Dollar könnten die Ausgaben für Drucker und Multifunction Printer dieses Jahr weltweit erreichen, prog­nostiziert das Marktforschungsunternehmen IDC. Dies entspräche einem minimalen Plus von lediglich einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2012 rechnen die Marktforscher jedoch wieder mit einem höheren Wachstum.
  • Der Datenschutz hat oberste Priorität in deutschen Firmen, lautet das Ergebnis einer Umfrage des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft Eco. „92 Prozent halten den Datenschutz für eine besonders wichtige organisatorische Maßnahme“, erklärt Dr. Kurt Brand, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im Eco-Verband und Geschäfts­führer der IT-Sicherheitsfirma Pallas.
  • Der Markt für Business-Intelligence-Standard-Software hat hierzulande laut einer Lünendonk-Studie zufolge im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent ­zugelegt. Werden die von ­deutschen Betrieben oder deutschen Niederlassungen im Ausland generierten Umsätze hinzu­gerechnet, ergibt sich sogar ein Wachstum von 9,3 Prozent.

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