07.01.2011 | Redakteur: Regina Böckle
Cisco hat weltweit rund 2.600 Anwender und IT-Entscheider befragt, mit welchen Herausforderungen sie derzeit im Rechenzentrum am heftigsten zu kämpfen haben, und welche Weichen sie künftig in ihrem Data Center stellen werden.
Vier von zehn deutschen IT-Managern gehen davon aus, dass Server-Virtualisierung die Kosten im Data Center bis auf die Hälfte reduzieren wird. Weitere 44 Prozent rechnen mit Einsparungen um bis zu einem Viertel. Sieben Prozent der befragten Anwender und IT-Entscheider erwarten sogar eine Ersparnis von bis zu Dreiviertel der bisherigen IT-Ausgaben.
Innerhalb der nächsten drei Jahre werden in deutschen Rechenzentren mehr als 50 Prozent der produktiven Server-Systeme virtualisiert sein – davon sind hierzulande 44 Prozent der von Cisco befragten IT-Entscheider überzeugt. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt liegt zurzeit bei knapp 40 Prozent.
Diese Ergebnisse förderte der „Cisco Connected World Report“ zutage. Er basiert auf einer internationalen Online-Umfrage unter rund 2.600 Nutzern und IT-Entscheidern, die von Mitte August bis Ende September in 13 Ländern stattfand.
„Nachhaltige Kostenreduktion bei Hardware, Verkabelung, Energieverbrauch und Management sind in Deutschland das treibende Motiv für die Virtualisierung von Serversystemen. Im globalen Maßstab dominiert indessen der Wunsch nach höherer Agilität und flexiblerer Synchronisation zwischen der IT und den Geschäftsanforderungen“, kommentiert Patrick Schmidt, Architekturverantwortlicher Data Center und Virtualisierung bei Cisco.
Als größte Architektur-Herausforderung geben 39 Prozent der deutschen IT-Profis die rasante Zunahme von mobilen Zugriffen auf Informations- und Collaboration-Systeme im Unternehmen an. Sicherheits- und Risk-Management werten auf globaler Ebene ebenso viele als eine Top-Priorität im Data Center.
Befragt nach der aktuell wichtigsten strategischen Ausrichtung, nennen 28 Prozent den Aufbau einer Unified Fabric, um das Management von LAN- und SAN-Traffic zu vereinheitlichen. Obgleich Unified Computing eine noch relativ junge Technologie ist, haben bereits 19 Prozent der Studienteilnehmer Erfahrungen damit – entweder durch produktiven Einsatz oder durch Teststellungen. 41 Prozent planen dies für die nächsten zwölf Monate. Mit Blick auf die Rolle des Netzwerks im Rechenzentrum meinen 70 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen, dass diese in Zukunft noch wichtiger wird.
Unified Fabric vereinheitlicht IP- und Storage-Networking sowohl in traditionellen wie auch in virtualisierten IT-Umgebungen. Damit vereint Unified Fabric die verschiedenen Arten von Datenverkehr in einem Universalnetzwerk und beseitigt frühere Barrieren an der Nahtstelle von LAN und SAN.
Mit jeweils 27 Prozent sind Deutschland und Brasilien weltweit die Vorreiter beim Einsatz von Cloud Computing, wie die Studie weiter ergab. Indien (26 Prozent) und die USA (23 Prozent) folgen auf Platz Zwei und Drei. Im globalen Durchschnitt sind Cloud-Technologien derzeit bei 18 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz.
Die Mehrheit (88 Prozent) der IT-Verantwortlichen will innerhalb der nächsten drei Jahre Anwendungen und Daten zumindest partiell in eine Private oder Public Cloud verlagern – wobei Private Clouds eine deutlich größere Rolle spielen.
So erwartet ein Drittel der Befragten, dass diese abgesicherte Cloud-Variante, bei der ein Unternehmen die vollständige Kontrolle über Ressourcen und Prozesse behält, im genannten Zeitraum zum Einsatz kommen wird.
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