Auch GfK-Konsumklima-Index verschlechtert sich

Konsumenten zweifeln zunehmend an Konjunkturerholung

24.02.2010 | Redakteur: Katrin Hofmann

Das Geld sitzt immer weniger locker.

Nachdem schon der Ifo-Geschäftsklima-Index die Verunsicherung der Firmen zeigte, präsentiert sich im Februar auch das GfK-Konsumklima eingetrübt. Immer mehr Verbraucher in Deutschland fürchten sich vor Arbeitslosigkeit und wollen ihr Geld stärker zusammenhalten.

Ängste, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt schwieriger wird, überlagern derzeit möglicherweise positive Effekte aus dem Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. Auch die Verunsicherung der Konsumenten über die prekäre Lage Griechenlands und deren mögliche Auswirkungen auf den deutschen Markt schlägt sich in eingetrübten Konjunktur-, Einkommenserwartungen und der Kaufneigung wider.

Gleichzeitig steigen die Preise – nach länger anhaltender Stagnation – wieder leicht. Dem privaten Verbrauch stehe damit, so die Analysten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), ein schwieriges Jahr bevor. Die GfK glaubt sogar, dass davon ausgegangen werden kann, dass der Konsum keinen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2010 leisten wird.

Der Indikator für die Konjunkturerwartung gab um 7,1 Punkte im Monatsvergleich nach. Die Einkommenserwartungen stagnieren, mit einem minimalen Minus von 0,5 Punkten. Der steigende Pessimismus bezüglich der Wirtschaftsentwicklung sowie die wenig positiven Impulse für die Lohnerwartungen drücken auf die Kauflaune. 1,2 Punkte büßt der Indikator dafür gegenüber dem Vormonat ein. Selbst die Rabattaktionen des Handels konnten den Konsum nicht beflügeln.

Allerdings relativiert sich die vermeintliche Dramatik dieser Zahlen im Jahresvergleich. Denn sowohl Konjunkturprognosen, Lohnerwartungen als auch die Kaufneigung haben sich im Vergleich zur Situation im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Der Gesamtindikator landete im Februar bei 3,3 Punkten, nach 3,4 im Januar. Für März beläuft sich die Prognose der GfK auf 3,2 Punkte, was der fünfte Rückgang in Folge wäre.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“, für die monatlich rund 2.000 Verbraucher befragt werden.

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