28.01.2010 | Redakteur: Daniel Feldmaier

Thin Clients in Kombination mit virtuellen Desktops bieten dem Fachhandel handfeste Verkaufsargumente. Ergänzt um Service-Verträge ergibt sich daraus ein lohnendes Lösungspaket.
Der Wunsch vieler IT-Administratoren, die Verwaltung der Desktops zu zentralisieren, hat die Verbreitung der Desktop-Virtualisierung beflügelt. Denn damit lassen sich auch neue Betriebssysteme automatisiert bereitstellen und gleichzeitig Sicherheit und Datenschutz erhöhen. Finanzchefs liebäugeln ebenfalls mit dieser Technologie – der möglichen Kostenersparnis wegen.
Die Wunschliste der Endanwender ist etwas kürzer. „Sie wollen künftig vor allem eines: Ihr Endgerät sowohl privat als auch beruflich nutzen“, so die Erfahrung des Citrix-Chefs Jens Lübben. Dabei soll die Freiheit der User, alle gewünschten Applikationen betreiben zu können, nicht beschnitten werden. Die Desktop-Virtualisierung verspricht, all diese unterschiedlichen Wünsche unter einen Hut zu bringen – und obendrein Resellern Chancen für lukratives Service-Geschäft zu eröffnen.
Entsprechend erwarten Marktanalysten massiv steigende Umsätze bei der Desktop-Virtualisierung: Bis zum Jahr 2013 werden sich nach Einschätzung von Gartner die Umsätze mit Anwenderlizenzen für gehostete, virtuelle Desktops weltweit auf annähernd 50 Millionen Euro summieren. 40 Prozent der Anwender-Endgeräte, auf denen diese gehosteten Desktops laufen, werden Thin-Clients sein, so die Prognose. Denn sie sind sowohl günstig bei der Anschaffung als auch im Betrieb. Die Folge: Während der PC-Markt in Deutschland erst seit etwa einem halben Jahr wieder einige Prozentpunkt zulegen konnte, sorgen Virtualisierungs-Software und Thin-Client-Stückzahlen allerorten für satte Umsätze.
|
| Der deutsche Markt für Thin Clients ist heiß umkämpft. Die Plätze zwei bis vier liefern sich ein hartes Rennen. Igel bleibt Spitzenreiter. |
Den Stückzahl-Kurven sieht man deutlich an, wie heiß umkämpft der Thin-ClientMarkt in Deutschland ist. Igel konnte sich nach wie vor als deutscher Marktführer behaupten (weltweit führen HP und Wyse, Igel ist siebter). Bei den PC-Absatzzahlen (- 48,8 Prozent) sah Fujitsu auch im dritten Quartal 2009 auf ein enttäuschendes Ergebnis. Ganz im Gegensatz dazu wuchs das Thin-Client-Geschäft der Japaner im Vergleich zum Vorjahr um 63,2 Prozent. Auch der niederländische Hardware-Hersteller Athena erzielte in den vergangenen Jahren im EMEA-Raum kräftige Zuwächse.
Des einen Freud, des anderen Leid: Wyse hat Federn lassen müssen – zumindest in Deutschland. Marketing-Chef Hagen Dommershausen sieht dies gelassen, denn dieser Rückgang erstrecke sich nur auf den Hardware-Absatz. Im Gegensatz dazu seien die Software-Umsätze erfreulich gut. Wyse liefert beispielsweise Software-Bestandteile an VMware. Auch in Zukunft setze man verstärkt auf Software wie die Thin-Computing-Suite TCX und die iPhone-Applikation „Wyse Pocket Cloud“.
Mit welchen Lösungen die Key-Player Citrix und VMware sowie Open-Source-Anbieter um Kunden buhlen, lesen Sie auf der nächsten Seite.
»1 »2 »3 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2042728)