16.06.2009 | Redakteur: Philipp Ilsemann
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| Stephan Haux, Senior Product Manager EMEA, Iron Mountain Digital |
Cloud Storage eröffnet Unternehmen radikal neue Möglichkeiten, ihren Speicheranforderungen gerecht zu werden. Insbesondere bei inaktiven Daten reduzieren die neuen Technologien die typischen Zusatzkosten beim Betrieb, etwa für Backup und Disaster Recovery. Besonders wichtig für Unternehmen ist es auf die „Business-Fähigkeit“ zu achten und nicht nur auf die Technologie oder verführerische Sonderangebote. Unter dem Begriff Storage-as-a-Service verbinden sich die technischen Möglichkeiten des Cloud Storage mit zusätzlichen wichtigen Service-Angeboten: Archivierungsfunktionen wie Suche, WORM und sicheres vollständiges und dokumentiertes Löschen, Disaster- Recovery- und Business-Continuity-Dienstleistungen. Storage-as-a-Service verschafft sowohl mittelständischen als auch großen Unternehmen Flexibilität und Kostentransparenz sowie umfassende effiziente Kontrolle für ihre Informationen. Bei der Auswahl eines Anbieters sollten Entscheider neben Preis, SLAs und Funktionalität vor allem auf die bisherige Erfolgsgeschichte des Dienstleisters schauen, denn durch eine frühzeitige ungeplante Migration wird aus dem vermeintlichen Schnäppchen schnell eine teure Krise.
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| Mika Kotro, Produkt Marketing Manager, EMC Deutschland |
Das Datenvolumen, das Unternehmen über das Jahr hinweg verarbeiten müssen, ist kontinuierlichen Schwankungen unterzogen. Diese müssen bei der Bereitstellung von Speicherplatz berücksichtigt werden. Das führt entweder zu teuren Überkapazitäten – oder Sie müssen mit der latenten Gefahr leben, mangels Ressourcen für Minuten oder Stunden handlungsunfähig zu sein. Eine wirtschaftliche Katastrophe! Cloud Computing bietet hier einen eleganten Ausweg: Sie müssen nur noch die Kapazität selbst vorhalten, die Sie im Normalfall benötigen. Darüber hinausreichende Peaks können Sie via Cloud Storage abfedern. Voraussetzung dafür ist natürlich eine einheitliche und sichere Architektur, die einen solchen übergangslosen Wechsel zwischen internen und externen Ressourcen ermöglicht.
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| Frank Giebel, Geschäftsführer von 3rd Mind Business Consulting |
Ist „Cloud Storage“ ein neuer Marketing-Hype oder tatsächlich ähnlich interessant wie „Cloud Computing“? Ich bin mir da noch nicht ganz sicher, denn wirklich neu ist das ja nicht (sieht man von der Consumer-Welt einmal ab). Mittels Speichervirtualisierung dynamisch zuteilbare Kapazitäten innerhalb der hauseigenen IT-Infrastruktur gibt es schon seit langem. Interessant ist es in jedem Fall unterstützend für Computing, aber auch für diejenigen Unternehmen, die bisher wenig in den Bereich Data Protection investiert haben und ihre dritte Sicherungskopie besser einem externen Dienstleister anvertrauen, um im K-Fall darauf zurückgreifen zu können.
Das Ganze heißt dann St-a-a-S und wäre gerade für KMU interessant, da sie die oft teure hierarchische Backup-Infrastruktur nicht selbst anschaffen und verwalten müssten. Allerdings sollte vorher das Thema „Datensicherheit“ ausführlich geklärt werden. Verlassen Daten das Haus, ist Security doppelt wichtig und darf nicht aus Kostengründen vernachlässigt werden.
Es bleibt abzuwarten, was aus den Ankündigungen der verschiedenen Hersteller an tatsächlich neuen Nutzenfaktoren herauskommt. Auch die SNIA will in diesem anscheinend hochwichtigen Bereich mitmischen und hat bereits einen eigenen Bereich gegründet.
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