15.06.2009 | Redakteur: Ira Zahorsky
Unternehmen müssen in den kommenden Jahren bei gleichen Budgets und Personalzahlen mehr Dienstleistungen erbringen. The Hackett Group gibt Tipps zur Kosteneinsparung.
Das Beratungsunternehmen The Hackett Group hat in einer Studie festgestellt, dass die befragten 80 Unternehmen für die kommenden zwei Jahre mit gleichbleibenden IT-Budgets und Personalbesetzungen mit einer weiterhin steigenden Nachfrage nach IT-Dienstleistungen rechnen. „Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen hat bisher immer die Angebotskapazität überstiegen“, so Christian Kayser, Director The Hackett Group Deutschland. „Die weltweite Konjunkturschwäche zwingt IT-Organisationen dazu‚ mit Wenigem mehr zu erreichen. Die wachsende Kluft zwischen Nachfrage und Budget fordert von Unternehmen, ihren Mix aus Techniken zu erweitern“, so Kayser weiter.
The Hackett Group empfiehlt drei Methoden, um die Kluft zu schließen. Mit der IT-Kostenkontrolle können Kosteneinsparungen von bis zu zehn Prozent erreicht werden. Diese Maßnahme beinhaltet Taktiken wie Offshoring und Outsourcing, IT-Reorganisation, Technologie-Rationalisierung, Produktivitäts- und Prozess-Verbesserungen sowie Lieferanten- und Vertrags-Management. Hackett fand heraus, dass mit Offshoring und Outsourcing bis zu dreifache Einsparungen im Vergleich zu anderen IT-Kosten-Strategien erzielt werden können, vor allem, weil beide Maßnahmen den größten Anteil des gesamten IT-Budgets ausmachen.
Eine weitere Methode ist die Steuerung der Nachfrage. Hier würden Prozesse eingeführt, die zur Eindämmung der Nachfrage führen würden. Da die IT jedoch auf steigende Nachfrage ausgerichtet ist, und Techniken zur Steuerung wenig etabliert sind, nutzen den Experten zufolge nur wenige Unternehmen diese Methode. Auch Verfahren wie Rücklastschriften, Service-Kataloge oder IT-Portfolio-Management würden nur wenig genutzt, obwohl sie Einsparungen erzielten, so die Studie.
Die letzte Strategie, ermessensabhängige Kürzungen, die meistens Budget- und Personalkürzungen beinhalten, ohne Prozessverbesserung oder Rationalisierung zu unterliegen, werden von den meisten Unternehmen verwendet. Dies ist jedoch der risikoreichste Ansatz. Dazu Kayser: „IT-Organisationen, die an Kürzungen in ihrem Ermessen festhalten, können das Problem nicht lösen.“ Wenn nicht Prozessverbesserungen Bestandteil jeder ermessensabhängigen Kürzung sind, würde der Service leiden und die Wirksamkeit beeinträchtigt, so die Experten. „Wir sehen viel ungenutztes Potenzial für Unternehmen, ihre Kosten zu senken und die Nachfrage zu steuern. Während die meisten Unternehmen in der Studie grundlegende Strategien zur IT-Kostenkontrolle eingeführt haben, werden andere Bereiche wie die Nachfragesteuerung größtenteils missachtet“, gibt Kayser zu denken.
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