14.04.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Unternehmen achten bei der Nutzung drahtloser Netzwerke zu wenig auf die Sicherheit ihrer Daten. Das ist eines der Ergebnisse aus der europaweit durchgeführten Studie von Motorola Enterprise Mobility Business (EMB) in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne. Demnach schludern rund 64 Prozent in puncto WLAN-Sicherheit.
Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen nutzen für kabellose Netzwerke dieselben Sicherheitsmaßnahmen wie für kabelgebundene. Lediglich 47 Prozent aller Unternehmen schützen ihre drahtlosen Netzwerke mit WLAN-Verschlüsselungsmethoden wie WEP (Wires Equivalent Privacy) oder WPA (Wi-Fi Protected Access).
Weniger als ein Drittel (30 Prozent) aller Befragten setzt überhaupt ein Wireless-Intrusion-Prevention-System (IPS) zum Schutz gegen unbefugte Wireless-Zugriffe ein. Im Rahmen der Studie befragte das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne 400 IT-Verantwortliche von Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Skandinavien und Spanien. Ziel war es, nachzuvollziehen, wie europäische Unternehmen ihre Wireless-Netzwerke sichern.
Amit Sinha, Fellow und Chief Technologist von Motorola Enterprise Wireless LAN drückt seine Verwunderung aus: »Unternehmen agieren sehr unvorsichtig, wenn sie dieselben Sicherheitsmaßnahmen für kabelgebundene wie für drahtlose Netzwerke nutzen. Es überrascht, dass Unternehmen heute keine drahtlosen Verschlüsselungsstandards wie WPA2 verwenden.«
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