Die Desktop-Virtualisierung ist auf dem Vormarsch (Teil 2)

Zwei Wege zum virtualisierten Desktop

19.08.2008 | Redakteur: Regina Böckle

Die Virtualisierung hält nun auch am Arbeitsplatz Einzug.

Das Client-Server-Computing wird sich dank der fortschreitenden Virtualisierung stark wandeln. Applikations- und Desktop-Virtualisierung machen IT-Administratoren leichter – wenn man sie richtig einsetzt.

Desktop-Virtualisierung ist die konsequente Weiterentwicklung der Server- und Speicher-Virtualisierung. Dabei wird statt einer einzelnen Komponente oder Anwendung der komplette PC-Desktop im Rechenzentrum virtualisiert. Jeder Anwender hat dann vom Endgerät aus Zugriff auf »seinen« virtuellen Desktop auf dem Server. Diese werden zentral verwaltet, erlauben jedoch den Zugriff von jeder beliebigen Stelle im Netzwerk. Allerdings gilt es hier genau zu prüfen, für welchen Einsatzzweck sie sich wirklich lohnt.

Zwei Wege führen zum virtualisierten Desktop

In den vergangenen Jahren kamen viele versteckte Kosten ans Licht, die der Einsatz traditioneller PCs hervorruft. Dazu zählen nicht nur teure Hardware-Ersatz-Zyklen, umfassende Helpdesks und zahlreiche IT-Mitarbeiter, um den IT-Betrieb aufrecht zu erhalten. Aufwändiger sind die Kosten, die mit den Sicherheits- und Compliance-Anforderungen von Desktops und Laptops verbunden sind. Gleiches gilt für sensible Daten, die lokal auf den Rechnern der Mitarbeiter gespeichert sind. Die Desktop-Virtualisierung verspricht hier einen Ausweg – allerdings nicht in jedem Einzelfall.

Ein gängiger Virtualisierungsansatz ist die Virtualisierung von Applikationen. Ein Beispiel hierfür ist die serverbasierte Bereitstellung von Anwendungen mittels eines zentralen Servers – das so genannte Server Based Computing (SBC). Dieses Konzept hat sich bereits fest in der IT-Welt etabliert.

Der Vorteil des Konzepts gegenüber der Anwendungsbereitstellung auf einzelnen PCs ist, dass die Anwendungen nur einmal zentral auf einem Server installiert werden müssen, und dennoch allen Benutzern zur Verfügung stehen. An die Endgeräte werden lediglich die per Tastatur oder Maus eingegebenen Daten sowie die Bildschirminformationen übertragen. Alle anderen Daten bleiben im Rechenzentrum. Das vereinfacht die Verwaltung und verbessert die Sicherheit. Denn nur die IT-Administratoren haben einen Zugriff auf die Konfigurationsmöglichkeiten und Informationen. Gerade in IT-Umgebungen, in denen viele Endanwender die gleichen Anwendungen nutzen, kann dieses Konzept seine Stärken ausspielen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Vorteile die Virtualisierung der Desktops bietet.

Wo ist der Einsatz von VDI sinnvoll?

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