GDI verliert mit Tri Cerat seinen Schrecken

Drucken im Umfeld virtualisierter Desktops

18.02.2011 | Autor / Redakteur: Andreas Fleischmann / Ulrike Ostler

Mit Tri Cerat lassen sich Host-based-, GDI-Drucker vergleichsweise elegant zu Netzwerkdruckern unfunktionieren, sogar in Umgebungen mit virtualisierten Desktops.

Laserdrucker für den Einzelarbeitsplatz sind in der Anschaffung preiswert. Nachteilig an den Druckern mit Grafical Device Interface (GDI) ist ihre eingeschränkte Netzwerkfähigkeit. Ein kurzer Blick hinter die technischen Kulissen offenbart die Problematik. Mit diesem Know-how und“ Tri Cerat Simplify Printing“ kann der Betrieb im Terminal-Server und VDI-Umfeld aber weitgehend problemlos und somit kostengünstig sein.

Laserdrucker werden in unterschiedlichsten Leistungs- und Preisklassen angeboten. Während ein ausgewachsener Postscript-fähiger Farblaserdrucker in der Preiskategorie eines Laptops oder höher rangiert, bietet beinahe jeder Druckerhersteller kleinere Geräte für knapp 100 Euro an.

Diese Schwarz-Weiß-Drucker machen, sofern sie direkt an einem Windows-PC über USB angeschlossen werden, ein insgesamt gutes Bild. Sofern das zu erwartende Druckvolumen weniger als 250 Seiten im Monat beträgt, bestechen sie häufig als GDI-Drucker bezeichneten Geräte durch schnelle Ausdrucke und insgesamt geringe Anschaffungs- und Betriebskosten.

Viele Administratoren mussten jedoch bereits die Erfahrung machen, dass diese Drucker im Terminal-Server-Umfeld kaum zu gebrauchen sind, da sie mit den Bordmitteln eines Windows-Servers nur bedingt angesprochen werden können. Standard-Druckersprachen wie Postscript beherrschen diese Einstiegslaserdrucker überhaupt nicht und PCL5, wenn überhaupt, nur rudimentär.

Wie aus Einzelplatz-Druckern netzwerkfähige Peripeherie wird

Die fehlende Unterstützung der Standard-Druckersprachen ist mit der Verwendung preisgünstigerer Hardwarekomponenten zu erklären. Höhere Druckersprachen erfordern vom Drucker, dass dieser die Erzeugung des Rasterbilds für den Ausdruck selbst berechnet und umsetzt (das so genannte „Rippen“). Dementsprechend hoch sind der Arbeitsspeicherausbau und die Leistung der CPU bei Mittelklassegeräten mit PCL- oder Postscript-Unterstützung.

Die preisgünstigen Drucker werden oft und teilweise fälschlich als GDI-, Host-based- oder Windows-Only-Drucker bezeichnet. Die Verwendung eines eigenen proprietären Druckerformats wird stets als das Merkmal dieser Druckerklasse genutzt.

In der Tat handelt es sich um Mechanismen, mit denen Druckerhersteller verhindern, dass diese Drucker über das Netzwerk angesprochen werden können. Die Treiberausstattung beschränkt sich üblicherweise nur auf die aktuell verfügbaren Client-Betriebssystemversionen von Windows und sehr selten für MacOS und Linux.

Herstellerbeschränkungen lassen sich umgehen

Die Firmware der Drucker wird im Rahmen der Treiberinstallation am Client-PC mitgeliefert. Sobald der Drucker per USB beispielsweise an einen Windows-PC angeschlossen wird, überträgt der Treiber die Firmware automatisch in den flüchtigen Speicher des Druckers. Erst nach dem Laden der Firmware ist der Drucker überhaupt einsatzbereit.

Wird der Drucker indes an einen Linux-basierten Thin Client angeschlossen, so funktionieren die Drucker nicht mehr, da sie keine Firmware erhalten, die überhaupt erst die Druckfunktion mit sich bringt. Interessanterweise funktionieren diese Drucker auch dann nicht, wenn sie per Druckerumleitung auf dem Terminal Server eingebunden werden.

weiter mit: Nur ein Schubs mit mit dem Open Source-Treiber

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