BWA befragte Mittelständler und große Firmen

Personalmanagement: Kampf dem Burnout

16.01.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Psychische Erschöpfung kann zahlreiche Gründe haben, denen es vorzubeugen gilt.
Psychische Erschöpfung kann zahlreiche Gründe haben, denen es vorzubeugen gilt.

Als „erstaunlich“ bezeichnen die Personalentwicklungs-Spezialisten der BWA Akademie eines der Ergebnisse einer Studie zum Thema Personalmanagement. Psychische Erkrankungen rücken demnach ins Blickfeld.

Die Mitarbeiterführung ist eines der zentralen Themen, denen sich Personalmanager in diesem Jahr widmen wollen. Gemäß einer Umfrage der Personalentwicklungs-Experten der BWA Akademie, die sich als neutraler Vermittler zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften versteht, bezeichneten 81 Prozent der Befragten diese als Top-Priorität. Denn mangelhafter Führungsstil kann Firmen mittelfristig messbaren finanziellen Schaden zufügen.

Erkrankungen vorbeugen

Sei die Nennung der Mitarbeiterführung als Top-Thema zu erwarten gewesen, so die Studienautoren, sei die zweite Top-Priorität umso erstaunlicher: 71 Prozent der Personalleiter (Mehrfachnennungen waren erlaubt) glauben, dass es besonders wichtig wird, psychische Erkrankungen bei den Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig zu erkennen, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.

„Gerade angesichts des grassierenden Fach- und Führungskräftemangels wollen und können es sich immer weniger Unternehmen erlauben, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Burnout oder ähnliche Erkrankungen zu verlieren“, erklärt Akademie-Geschäftsführer Harald Müller. Müller erwartet, dass Anti-Burnout-Strategien ab 2012 bei immer mehr Unternehmen zum „Standard-Repertoire der Mitarbeiterbindung“ gehören werden. Eine wesentliche Rolle sollen dabei so genannte eignungsdiagnostische Verfahren zur Standortanalyse von Beschäftigten spielen.

Wissensmanagement

Auf Rang drei haben 61 Prozent der Personalverantwortlichen das Thema Wissensmanagement gesetzt. Für 55 Prozent sind innovative Vergütungs- und Arbeitsmodelle eine wichtige Aufgabenstellung. 43 Prozent wollen sich verstärkt für lebenslanges Lernen im Unternehmen einsetzen, um das Know-How ihrer Mitarbeiter zu erweitern und so zukunftssicher aufgestellt zu sein.


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