01.11.11 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann
„Kreativität ist die Schlüssel-Ressource der Zukunft“, ist die Managementberaterin Anne Schüller überzeugt. Sie erläutert, wie Chefs ihre Angestellten oder auch Kunden zum Ideen hervorbringen motivieren können und wie am besten mit den Geistesblitzen umgegangen wird. Auch eine geplante Ideenfindung ist demnach möglich.
„Ganz oben bleiben Unternehmen nur mit einem reichen Schatz an relevanten Ideen und kontinuierlich kundenfokussierten Verbesserungen“, beschreibt Anne Schüller den Stellenwert, den aus ihrer Sicht das Ideenmanagement in Betrieben hat. Welche Werte Unternehmen mit ausgereiften Prozessen tatsächlich heben können, hat kürzlich das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft unter die Lupe genommen. In einer Studie, für die 176 Firmen befragt wurden, kristallisierte sich ein finanzieller Nutzen von realisierten Mitarbeiter-Vorschlägen in Höhe von 1,37 Milliarden Euro allein im Jahr 2010 heraus. Um jedoch dieses monetäre Potenzial heben zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.
Die Grundpfeiler eines ideenförderlichen Klimas sind Schüller zufolge eine offene Unternehmenskultur und ein innovationsfreundliches Klima. Diese zeichnen sich aus durch eine gewisse Risikobereitschaft, Lernwillen und Fehlertoleranz aus, so dass Mitarbeiter mutig Eigeninitiative einbringen. Um diese zu motivieren, empfiehlt die Beraterin inspirierende Prozesse und „kreative Möglichkeitsräume“.
Konkret rät Schüller dazu, beispielsweise einen „Ideen-Jahrmarkt“, „Kreativ-Frühstücke“ oder eine „Kreativ-Zone“ zu initiieren. So könnten die Mitarbeiter auf dem „Jahrmarkt“ ihren wildesten Phantasien – im positiven Sinn – freien Lauf lassen, die von anderen Angestellten bewertet werden können. Web-2.0-Technologien im Intranet mit Foren, Blogs oder Wiki böten sich für eine „Kreativ-Zone“ an. Ausgedehnte informelle „Kreativ-Frühstücke“ für Brainstormings oder aber auch „Kreativ-Sessions“ unter fachkundiger Anleitung für die passenden Kreativ-Techniken könnten ebenso hilfreich sein. Und weil neben den Mitarbeitern die Kunden die besten Ideengeber seien, empfiehlt Anne M. Schüller „Innovations-Workshops“ gemeinsam mit diesen. Daneben könnten Ergebnisse aus Kundenbefragungen oder selbst Reklamationen neue oder bessere Prozesse anstoßen helfen.
Was zu tun ist, damit gute Ideen nicht vergessen werden oder dem Machtgerangel zum Opfer fallen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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