Bitkom und VATM begrüßen Beschlüsse der Bundesregierung

ITK-Branche hofft auf Konjunkturpaket II

14.01.2009 | Redakteur: Katrin Hofmann

Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer bewertet unter anderem die angekündigte Breitbandstrategie als »sehr positiv«.

Ob die von der Regierung beschlossenen Konjunkturmaßnahmen letztlich den Wirtschaftsabschwung mit seinen Auswirkungen auch für die ITK-Wirtschaft stoppen, kann derzeit niemand mit Gewissheit vorhersagen. Sicher ist jedoch, dass die Bundesregierung laut zweitem Konjunkturpaket explizit auch die ITK, etwa die Breitbandversorgung oder öffentliche Investitionen in IT-Infrastrukturen, vorantreiben will. Bitkom als auch der VATM begrüßen die Beschlüsse.

»Erstmals haben Hightech-Infrastrukturen eine herausragende Stellung in einem Konjunkturprogramm«, freut sich August-Wilhelm Scheer über das am 13. Januar beschlossene zweite Konjunkturpaket. Die Bundesregierung habe deutlich gemacht, dass Zukunftsinvestitionen nicht nur in Blech und Beton fließen dürfen, sondern auch in moderne Technologien, so der Bitkom-Präsident. Auch der Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, begrüßt insbesondere die Breitbandstrategie.

Laut zweitem Konjunkturprogramm soll der Breitbandausbau in Deutschland »massiv« vorangetrieben werden. Bis spätestens Ende 2010 sollen bislang nicht versorgte Gebiete Breitbandanschluss erhalten. Bis spätestens 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte, bis 2018 für alle Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Mitte Februar will die Koalition dafür eine umfassende Strategie vorgelegen, die konkrete Maßnahmen zur Senkung von Investitionskosten, finanzielle Förderaspekte sowie eine investitions- und wachstumsorientierte Regulierung beinhalten wird. »Dabei muss gewährleistet sein, dass sie dabei den gesamten TK-Markt im Auge behält und nicht Entscheidungen zugunsten einzelner Unternehmen trifft«, fordert Grützner.

Teil des integrierten 14 Milliarden Euro schweren Zukunftsinvestitions-Programms der öffentlichen Hand sind Ausgaben in die Infrastruktur. Explizit genannt wird hier unter anderem die Informationstechnologie.

Welche weiteren wichtigen Beschlüsse das Konjunkturpaket enthält, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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