Tipps vom Profi zur klassischen PR

Pressearbeit mit richtiger Zielgruppe bringt günstig Kunden

03.07.2009 | Autor / Redakteur: Michael Makowski / Sarah Maier

Der Autor Michael Makowski ist Geschäftsführer von Wordfinder PR.

IT-Unternehmen haben im Grunde nur ein Kapital, und das ist ihr Wissen: Know-how über Prozesse, Know-how über Systemanbindungen, Know-how über branchenspezifische Systemanforderungen. Doch kommunizieren kann man derlei komplexe Zusammenhänge nicht über zehnzeilige Mailings oder fünfminütige Kaltaqkuise-Calls. Eine professionelle Pressearbeit und Public Relations kann hier die Lösung sein. Wer keine professionelle Agentur möchte, macht es am besten selbst.

Am Anfang einer Pressearbeit steht zunächst die Zielrichtung. Während größere Unternehmen und Konzerne vor allem auf Nachrichten hinsichtlich ihres Börsenkurses oder Vorstandskarussels setzen, sollten sich Mittelständler darauf konzentrieren, mit PR existente Vertriebssituationen zu optimieren.

Nach Definition der Zielgruppe und des Zielentscheiders stellt sich daher die Frage: Welche Medien diese Personen konsumieren? Häufig hilft schon ein Blick beim Kunden auf den Schreibtisch. Viele Unternehmen machen dabei den Fehler, dass gerade die bekanntesten anwendungsübergreifenden IT-Fachmedien im Fokus stehen. Diese werden jedoch häufig vor allem von Fachabteilungsleitern gelesen.

Wohin fährt der Zug?

Insbesondere strategische Themen bedürfen jedoch der Kontaktaufnahme zu First- und Second-Level-Entscheidern. In Frage kommen also vielleicht eher klassische Wirtschafts- und Entscheidermedien oder auch spezielle Branchenmedien. Ein Beispiel: als ERP-Anbieter mit Fokus auf den Anlagen- und Maschinenbau machen Veröffentlichungen in Industrietiteln nicht nur den meisten Sinn – sondern sie bringen auch die meisten Rückläufer!

Auf Basis der Zielgruppe werden alle relevanten Medien recherchiert und zusammengetragen. Hierbei benötigt man die Ansprechpartner aus den einzelnen Redaktionen inklusive derer Kontaktdaten. Das Ergebnis ist der „sagenumwobene Presseverteiler“, den es fortan zu pflegen und zu hegen gilt. Ein Tipp: Online-Verteilerdienste sind meist zu allgemein und bieten nicht die IT-Fachmedien, die unter Umständen notwendig sind.

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