Sophos-Studie: Cyberkriminalität

Malware-Infektionsraten weltweit

| Redakteur: Margrit Lingner

Nach einer Studie von Sophos sind Industrienationen ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen.
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Nach einer Studie von Sophos sind Industrienationen ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen. (Bild: Sophos)

Laut einer Studie der Sicherheitsexperten von Sophos sind Industrienationen bei Cyberkriminellen sehr beliebt aber schwerer zu knacken. Deutschland weise ein gutes „Immunsystem“ auf.

Eine jüngst veröffentlichte Studie von Sophos hat die Angriffsziele Cyberkrimineller weltweit untersucht. Demnach sind die Industrienationen die beliebtesten Angriffsziele. Die höchsten Malware-Infektionsraten zeigen sich allerdings in ärmeren Ländern. Für die Studie wurden zwischen Januar und dem April dieses Jahres Informationen von Millionen von Endpoints weltweit gesammelt und analysiert.

Niedrige Bedrohungsrate in Deutschland

Für die Analyse herangezogen wurde auch die Bedrohungsrate, die so genannte „Threat Exposure Rate“ (TER) der einzelnen Länder. TER-Daten repräsentieren die Malware-Infektionen und Angriffe pro 1000 Endpoints. Hier zeigte sich, dass obwohl die westlichen Wirtschaftsnationen öfter angegriffen wurden, sie in der Regel eine niedrigere TER aufwiesen. Demnach weist Großbritannien mit mit 2,8 Prozent die niedrigste Bedrohungsrate auf. In Deutschland liegt die Rate bei 4,1 Prozent.

Zu den Ländern mit dem höchsten Bedrohungs-Potenzial zählten demnach Algerien (30,7 Prozent), Bolivien mit (20,3 Prozent), China mit 18,5 Prozent und Indien mit 16,9 Prozent.

Höhere Investitionen in Schutzmechanismen

Sophos führt die Diskrepanz zwischen Beliebtheit als Angriffsziel und tatsächlichen Malware-Infektionen darauf zurück, dass die Computerausstattung in Industrienationen besser sei als in weniger wohlhabenden Staaten. Außerdem seien die finanziellen Möglichkeiten sowie die Bereitschaft, regelmäßig in Sicherheit zu investieren, in Industrienationen deutlich höher.

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