Apple brennt wahres Produktfeuerwerk ab

Mac- und iPad-Hardware erneuert, Software geschenkt

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Apple hat sein Portfolio weitgehend erneuert: Mit iPad Air, iPad Mini Retina und Haswell-basierten Notebooks, ebenso Betriebssystem und Anwendungen.
Apple hat sein Portfolio weitgehend erneuert: Mit iPad Air, iPad Mini Retina und Haswell-basierten Notebooks, ebenso Betriebssystem und Anwendungen. (Bild: Apple)

Mit Haswell ausgestattete Macbooks, der lange angekündigte Mac Pro und neue iPads stellte Apple am Dienstag Abend der Öffentlichkeit vor. Dazu neue Versionen der Office-Suite iWork, der Multimedia-Sammlung iLife sowie das Betriebssystems OS X 10.9. Letzteres gibt es für Apple-Kunden kostenlos, wenn sie mindestens OS X 10.6 im Einsatz haben.

Rechtzeitig zum Beginn der Feriensaison in den USA und dem anlaufenden Weihnachtsgeschäft hat Apple seine Produktpalette auf breiter Front erneuert. Der Termin liegt auch nicht lange nach dem zweiten Todestag von Steve Jobs, und noch müssen seine Nachfolger nach Ansicht etlicher Marktexperten beweisen, dass das Unternehmen mit dem Firmengründer nicht auch seine Innovationsfähigkeit verloren hat.

Wie erwartet hat Apple eine neue iPad-Generation vorgestellt. Ebenfalls überarbeitet wurden die Notebooks der Reihe Macbook Pro. Und auch der im Juni bereits angekündigte neue Mac Pro, angesichts der runden Form als „iMer“ (gesprochen: Eimer) betitelt, wurde en détail präsentiert.

Doch als erstes durfte Software-Chef Craig Federighi die neuen Anwendungen und OS X 10.9, Codename Mavericks, ankündigen. Viele Details zu Mavericks hatte Apple schon zur weltweiten Entwicklerkonferenz im Juni bekanntgegeben. Am interessantesten für die meisten Nutzer dürfte sein, dass Anwendungen wie iBooks und Maps, die bislang nur auf den mobilen Gadgets unter iOS angeboten wurden, nun auch auf dem Desktop Einzug halten, und dass die iCloud tief ins Betriebssystem integriert wird.

Microsoft im Visier

Das beste an OS X Mavericks: Jeder Anwender, der die passende Hardware und darauf mindestens Mac OS X 10.6 installiert hat, kann das Betriebssystem kostenlos updaten. Die Liste der unterstützten Geräte umfasst:

  • iMac und Macbook Pro ab 2007
  • Macbook, Macbook Air und Mac Pro ab 2008 und
  • Mac Mini ab 2009.

Das kostenlose Update wird über die Anwendung Mac App Store, die ab Mac OS X 10.6 vorhanden ist, zum Download angeboten. Federighi ließ es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass es Wettbewerber gebe, die „hunderte von Dollar“ verlangten für das, was es bei Apple umsonst gebe – eingeblendet wurde an dieser Stelle ein Packshot von Windows 8 mit einer entsprechenden Preisangabe.

Das Spiel wiederholte sich noch einmal bei den Anwendungen – diese sind für Neukunden beim Kauf von OS-X- und iOS-Hardware ab sofort kostenlos. Wer die Programme bereits im Einsatz hat, bekommt ein kostenloses Update auf die aktuelle Version. Die Apple-eigenen Programme seien von Grund auf neu geschrieben worden, um sie den aktuellen 64-Bit-Prozessoren anzupassen und die höchste Leistung herauszuholen, so der Software-Chef. Auch die iOS-Geräte werden derzeit auf 64-bittige CPUs umgestellt.

Office in und aus der Cloud

Im Rahmen der Updates von iWorks erhalten die Apple-eigenen Office-Anwendungen ein einheitliches Datenformat, das sowohl in iOS als auch OS X genutzt werden kann. Die Anwendungen werden zudem Cloud-fähig. Das heißt zum einen, dass sie Dokumente in die Cloud speichern und auch aus dieser öffnen können. Zum anderen wird Collaboration ermöglicht, so dass mehrere Nutzer zugleich an einem Dokument arbeiten können. Und die Anwendungen selbst können aus der Cloud heraus gestartet werden, ohne Vorinstallation und über Plattformgrenzen hinweg: Wer beispielsweise ein Textdokument auf Pages erstellt und in der iCloud ablegt, kann dieses per Link teilen – der Klick auf den Link startet dann Pages im Webbrowser.

Zu den weiteren Neuerungen zählen unter anderem kontextsensitive Tool-Fenster, die sich der aktuellen Tätigkeit anpassen sowie neue Vorlagen und Effekte, zum Beispiel interaktive Charts in der Tabellenkalkulation Numbers.

Die Multimedia-Suite iLife, die neben der Fotoverwaltung iPhoto ein Film- und ein Tonstudio umfasst (iMovie und Garageband) wurde ebenfalls upgedatet. Garageband ist sogar für bestehende Kunden unter iOS 7 kostenlos nutzbar. Das Musikprogramm verwaltet jetzt 32 Spuren und bringt einen eingebauten Drummer mit, der automatische Loops erzeugt, die sich in Stil und Intensität einstellen lassen. iMovie glänzt durch ein „Theatre“, in dem alle selbsterstellten Filme über alle Geräte hinweg verfügbar gemacht werden. Neben iOS- und OS-X-Rechnern zählt auch Apple-TV zu den möglichen Abspielstationen.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten mehr zu der neuen Hardware von Apple.

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