Stimme aus dem Handel

Lieferanten-Pannen – „bedauerliche Einzelfälle“?

29.06.2009 | Autor / Redakteur: Achim Heisler / Regina Böckle

Achim Heisler, Geschäftsführer des Düsseldorfer Systemhauses A-H-S, analysiert und kommentiert das typische Verhalten von Lieferanten, wenn mal etwas schief gegangen ist. Bei aller Unbill – auch dort gibt es Lichtblicke.

Wenn ich heute die Fachpublikationen aufschlage und immer wieder von haarsträubenden Vorfällen im geschäftlichen Umgang miteinander erfahre, dann lassen sich immer zwei Stereotypen erkennen:

1. Der Bertoffene läuft mit seinen Aktionen (Mails, Anrufe, Einschreiben…) gegen eine Wand des Schweigens oder des Multikontakt-Ping-Pong. Erst wenn sich eine Zeitung oder das Fernsehen einschalten, löst sich das Problem sehr schnell in Luft auf. Dann folgt sofort Punkt Zwei:

2. Neben wortreichen Entschuldigungen des zuständigen Pressereferenten (das heißt, der Mitarbeiter, die lügen ohne rot zu werden oder eine Pulsbeschleunigung zu erfahren) wird immer von einem „bedauerlichen Einzelfall“ oder von „einem unfähigen Mitarbeiter“ die Rede sein.

Im täglichen Geschäft kann ich aber nicht mit jedem Ärgernis zur Presse laufen. Ich möchte aber trotz allem von ein paar Ereignissen der letzten Wochen berichten, die meinen Puls nach oben getrieben haben. Denn es sind nicht immer die großen Katastrophen, die einem das Leben schwer machen und das Magengeschwür füttern. Ich lasse die Namen der Distributoren für die Negativ-Beispiele weg, da es mir um die Verhaltensmuster geht.

Beispiel 1: Wenn sich der Preis trotz Preis-Senkung erhöht

Fangen wir mit den Großen an, bei denen ich meine Standardbestellungen ausführe. Dort konnte ich feststellen, dass sich Produkte, die im Einkaufskorb liegen, wundersame Preiserhöhungen erfahren (keine Tagespreisprodukte). Doch selbst wenn die gefühlte Anzahl der Preiserhöhungen die Preissenkungen bei weitem übersteigt, wäre dies alleine kein Grund sich besonders aufzuregen.

Wenn aber das gerade im Preis erhöhte Produkt im Bestellsystem als „im Preis gesenkt“ markiert wird, dann komme ich mir veräppelt vor. Nachdem ich alles dokumentiert hatte, habe ich den Distributor um eine Stellungnahme gebeten.

Über eine Woche erhielt ich keine Antwort. Also nochmal eine Mail gesendet.

Nach zwei Wochen bekam ich dann einen Anruf. Der Mitarbeiter spulte seine Standardsätze ab, ging aber nicht auf meine Vorwürfe ein. Nachdem er wie ein Roboter dies drei Mal wiederholte, brach ich das Gespräch ab.

Weshalb es nicht so einfach ist, ein Spezialgehäuse für energiesparende Server zu finden, und wie scheu Distributoren beim Wort Vorkasse agieren, erläutert Achim Heisler auf der nächsten Seite.

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