Angetestet: Toshiba Portégé X30-D-121

Leichtgewicht mit Nehmerqualitäten

| Autor: Klaus Länger

Das Toshiba Portégé X30-D-121 gehört zu den leichtesten 13,3-Zoll-Notebooks, die man derzeit kaufen kann. Es wiegt knapp über ein Kilo und ist mit einem Intel Core i7 ausgerüstet.
Das Toshiba Portégé X30-D-121 gehört zu den leichtesten 13,3-Zoll-Notebooks, die man derzeit kaufen kann. Es wiegt knapp über ein Kilo und ist mit einem Intel Core i7 ausgerüstet. (Bild: Toshiba)

Das 13,3 Zoll große Portégé X30-D-121 von Toshiba ist ein klassisches Thin-and-Light-Notebook für Business-Kunden. Es soll zudem auch noch besonders robust und ausdauernd sein. Wir haben uns das Ein-Kilogramm-Leichtgewicht näher angesehen.

Gerade Business-Kunden, die viel auf Reisen sind, brauchen für die Arbeit unterwegs ein möglichst leistungsstarkes, leichtes und stabiles Notebook. Diese Gruppe legt oft keinen Wert auf Touch- oder Stiftbedienung, sondern zieht ein mattes und möglichst dünnes Display vor. Wichtig ist zudem ein guter Service, dafür kann der Preis auch etwas höher sein. Für genau diese Gruppe hat Toshiba das Portégé X30-D-121 entwickelt.

Flott, dünn und stabil

Das Business-Notebook gehört mit einem Gewicht von 1,05 kg zu den leichtesten Geräten seiner Klasse. Mit 15,9 mm ist es sehr flach, bietet aber trotzdem noch eine USB-3.0-Buchse und einen HDMI-Ausgang in Standardgröße. Der empfohlene Verkaufspreis für das Gerät liegt bei 2.029 Euro, der Straßenpreis bei knapp 1.900 Euro. Toshiba gewährt für das Portégé X30-D zudem die so genannte Reliability Garantie: Wird das Gerät binnen zwölf Monaten nach Kauf zum Garantiefall, erhält der Kunde den vollen Kaufpreis sowie das kostenlos reparierte Gerät zurück.

Laut Hersteller gehört das Portégé X30-D zu den ersten Toshiba-Notebooks, die den Anforderungen des MIL-STD-810G-Testverfahrens entsprechen. Die Testprozedur besteht aus zehn Tests. Dazu zählen Stürze aus 76 cm Höhe, Vibrations- und Schocktests sowie ein Aufenthalt in einer Staubkammer. Dazu kommen noch diverse Temperatur- und Klimatests. Das aus Magnesium gefertigten Chassis ist mit einer internen Wabenstruktur als Verstärkung versehen.

In dem dunkelblauen Gehäuse sitzt als Prozessor ein Intel Core i7-7500U mit zwei Kernen, vier Threads und integrierter HD-620-GPU. Der Core i7 aus der Kaby-Lake-Generation kann im Testgerät auf großzügig dimensionierte 16 GB DDR4-2400 als Arbeitsspeicher zugreifen. Auch die PCIe-SSD von Samsung bietet mit 512 GB viel Speicherplatz. Die PM961 mit M.2-Interface ist dank NVMe überdies sehr schnell: Der Benchmark HD-Tune misst bei sequenziellem Lesen eine Transferrate von 2.157 MB/s. Auch die mit PC Mark 8 gemessene Gesamtleistung (Work mit OpenCL-Beschleunigung) ist mit 4.650 Zählern für ein derart leichtes und dünnes Notebook sehr gut.

Sehr ordentlich ist auch die Akkulaufzeit. Die im Test gemessenen fünf Stunden und 25 Minuten geben eine Laufzeit bei permanenter Last an. Im Alltag sollte eine Verdoppelung realistisch sein. Bei normaler Nutzung bleibt das Portégé X30-D-121 sehr leise, und der Lüfter ist selbst bei 100 Prozent CPU-Last verhältnismäßig dezent.

Für die Grafik ist die im Intel-Prozessor integrierte HD-620-GPU zuständig. Sie gehört zum GT2-Typ mit 24 Ausführungseinheiten. Für Business-Grafik und Casual-Games reicht die Leistung aus, wie die 4.343 Punkte im Cloud-Gate-Lauf des 3DMark-Benchmarks belegen, für mehr aber auch nicht. Die Wiedergabe von 4K-Videos ist dagegen kein Problem, da in der GPU eine eigene H.264- und H.265-Unterstützung implementiert ist.

Für die Netzwerkkonnektivität ist das WLAN-Modul Dual Band Wireless-AC 8265 von Intel zuständig. Neben dem WLAN-STandard 802.11ac mit maximal 867 MBit/s unterstützt es zusätzlich noch Bluetooth 4.1. Ab Mitte September bietet Toshiba auch Modelle mit zusätzlichem LTE-Modul an. Der Aufpreis liegt bei etwa 170 Euro.

Einen LAN-Port hat Toshiba nicht mehr in dem flachen Notebook untergebracht. Hier muss man zu einem zusätzlichen USB-Adapter oder einer Docking-Station greifen.

Entspiegeltes Display

Der sehr dünne Display-Deckel beherbergt beim Testgerät Portégé X30-D-121 ein IPS-Panel ohne Touchfunktion mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Das Display ist durch seine matte Oberfläche selbst bei hellem Umgebungslicht gut ablesbar. Toshiba bietet das flache Notebook als Portégé X30-D-123 gegen 60 Euro Aufpreis auch mit Touchdisplay an. Die In-Cell-Technik ermöglicht laut Toshiba dabei einen besonders flachen Screen.

Die Ränder rund um das 13,3-Zoll-Panel sind relativ breit. Damit ist das dafür sehr flache Notebook mit 316 x 227 mm in der Grundfläche etwas größer als zum Beispiel das fast randlose Dell XPS 13. Dafür hatte Toshiba beim Design des Geräts kein Problem, die Webcam und zusätzlich noch eine Infrarot-Kamera für Windows Hello oberhalb des Displays unterzubringen. Als zweite Möglichkeit für eine schnelle Anmeldung sitzt ein Fingerabdruckleser in der linken oberen Ecke des Touchpads. Außer dem großen und präzisen Synaptics-Touchpad ist noch ein als Accupoint bezeichneter TrackPoint als weitere Möglichkeit für die Steuerung des Mauszeigers vorhanden. Die beiden Maustasten für den Accupoint sind über dem Touchscreen angeordnet. Das weiß beleuchtete Keyboard bietet angenehm große Tasten, lediglich die Cursor-Tasten sind recht klein geraten. Der Tastenhub ist ausreichend lang und mit spürbarem Widerstand. Die Harman-Kardon-Lautsprecher liefern für ein so dünnes Notebook einen erstaunlich satten Sound.

Das Toshiba Portégé X30-D ist verhältnismäßig üppig mit Schnittstellen bestückt. Es verfügt über zwei Thunderbolt-3-Ports im USB-C-Format, einer davon dient auch als Netzteilanschluss, einen USB-3.0-Anschluss, eine HDMI-Buchse in voller Größe sowie einen Micro-SD-Einschub. Mit seinem etwas rauhen Magnesiumgehäuse liegt das Toshiba gut in der Hand, wenn man es aus einer Tasche zieht.

Wartung ohne Spezialwerkzeug

Der Akku des Toshiba-Notebooks ist zwar nicht ohne Werkzeug durch den Benutzer wechselbar, das Innenleben des Notebooks ist aber nach dem Lösen von zwölf Schrauben in der Bodenplatte gut zugänglich. Die einzige Hürde ist, dass die zwölfte Schraube unter dem Gummipuffer in der Mitte der Bodenplatte versteckt ist. Spezialwerkzeug ist dabei aber nicht erforderlich und die Komponenten sind auch nicht verklebt. Der freie Slot für einen zweiten Speicherriegel und die WLAN-Karte sind leicht zugänglich, die M.2-SSD nicht. Sie liegt wohl auf der Oberseite des Mainboards unter dem Keyboard. Allerdings sollten Nutzer des Portégé X30-D unbedingt erst nach Ablauf der Garantie zum Schraubenzieher greifen, da diese sonst verloren geht. Und man sollte das auch nur tun, wenn man Erfahrung mit Notebook-Hardware und das nötige Fingerspitzengefühl für die teilweise sehr empfindlichen Kabelverbindungen mitbringt.

Thunderbolt-3-Dock als Zubehör

Toshiba bietet als Zubehör ein Thunderbolt-3-Dock an, das nicht nur zusätzliche Schnittstellen bietet, sondern das Notebook auch gleich mit Strom versorgt. An Anschlüssen stehen sechs USB-3.0-Ports bereit, vier mit Typ-A- und zwei mit Typ-C-Buchse. Dazu kommen noch eine LAN-Buchse, zwei HDMI, zwei DisplayPorts und sogar noch ein VGA-Anschluss. Mittels Thunderbolt 3 ist ein Datentransfer zwischen Notebook und Dock mit bis zu 40 GBit/s möglich. So wird die Bandbreite selbst bei der gleichzeitigen Nutzung von externem Monitor, GBit-LAN und einer externen SSD nicht knapp. Die von uns für den Test verwendete Sandisk Extreme 900 mit USB-C-Anschluss wurde am Dock nicht erkannt. Sie ließ sich nur am Notebook direkt betreiben. Allerdings bewegt sich die derzeit schnellste externe SSD bei der Leistungsaufnahme auch etwas außerhalb der USB-Spezifikation. An den Thunderbolt-Ports des Toshiba-Notebooks können Daten von der RAID0-SSD dafür mit maximal 771 MB/s gelesen werden.

Als Docking-Station für das Portégé X30-D hat Toshiba ein Thunderbolt-3-Dock im Angebot. Neben diversen Monitorausgängen sind auch USB-A- und USB-C-Anschlüsse mit USB 3.0 sowie eine GBit-Ethernet-Buchse an Bord.
Als Docking-Station für das Portégé X30-D hat Toshiba ein Thunderbolt-3-Dock im Angebot. Neben diversen Monitorausgängen sind auch USB-A- und USB-C-Anschlüsse mit USB 3.0 sowie eine GBit-Ethernet-Buchse an Bord. (Bild: Vogel IT-Medien)

Die diversen Display-Ausgänge des Docks können nicht alle gleichzeitig genutzt werden. Die Intel-Grafik im Kaby-Lake-Prozessor des Notebooks zieht die Grenze bei drei Monitoren, auch das interne Display zählt dabei mit. Eine UVP für das Dock gibt Toshiba nicht an, der Straßenpreis bewegt sich bei rund 300 Euro.

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