iPhone 6 Plus – größer und schneller als der kleine Bruder

iPhone 6 und Apple Watch vorgestellt

| Autor: Sarah Maier

Um die Apple Watch nutzen zu können, braucht es ein iPhone.
Um die Apple Watch nutzen zu können, braucht es ein iPhone. (Bild: Apple)

Am 19. September soll das iPhone 6 erscheinen. Das jüngste Apple-Handy hat ein neues Design, schnellere Prozessoren als die Vorgänger und eine Bezahlfunktion per Fingerabdruck. Außerdem präsentierte der Hersteller endlich seine Smartwatch, um die sich schon lange die Gerüchte rankten.

Gleich zwei neue iPhones stellte Apple in Cupertino vor: das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus. Die wichtigsten Neuerungen sind die größere Bildschirme, der schnellere Prozessor, mehr Speicher, neue Kameratechnik, rundes Design in Aluminium, Stahl und Glas. Außerdem kann nun mit dem Smartphone via Apple Pay per Fingerabdruck gezahlt werden.

Schlank und schnell

Das iPhone 6 besticht mit einem 4,7 Zoll großen Retina-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.334 x 750 Pixel. Zusammen mit dem A8-Prozessor, der im Vergleich zum Vorgänger bis zu 20 Prozent mehr Leistung bietet, ermöglicht das beispielsweise Spiele auf Konsolen-Niveau. Außerdem ist mit dem M8 ein so genannter Co-Prozessor verbaut, der als Bewegungssensor dient – unter anderem bei der Nutzung von Fitness-Apps. Zudem kann der Prozessor den Luftruck messen, was das Smartphone zum Barometer macht.

Das abgerundete Gehäuse besteht aus Aluminium und Glas. Das typische Apple-Logo auf der Rückseite ist aus Stahl. Da die Aluminium-Rückseite direkt in einer Rundung ins Display übergeht, entfallen kantige Seitenteile, die es bei den Vorgänger-Modellen gab. Das Gerät ist in den Farben Gold, Silber und Anthrazit erhältlich. Die Einschalttaste wandert auf die rechte Seite. Apple hat das Smartphone zudem auf Diät gesetzt: Beide iPhone 6-Versionen sind dünner als ihre Vorgänger: 6,9 Millimeter misst das iPhone 6, die 6 Plus-Variante 7,1 Millimeter.

Schnelle Übertragung

Auch was die Datenübertragung betrifft, hat der Hersteller optimiert. Im iPhone 6 ist VolLTE integriert, das bis zu 20 verschiedene LTE-Frequenzen unterstützt. Angepasst wurden ebenfalls die aktuellen WLAN-Standards, so dass Datenübertragungen nun bis zu dreimal schneller als bisher laufen. Sofern der Provider dies anbietet, kann der User nun auch per WLAN-Telefonie kommunizieren.

Das perfekte Selfie

Zwar haben auch die neuen Geräte weiterhin nur eine Acht-Megapixel-Kamera, doch hat Apple hier an Details optimiert. Für bessere Fotos soll ein lichtempfindlicher Sensor mit schnellerer Fokussierung und eine verbesserte Bildstabilisierung sorgen. Die Optik ist mit einer Blende von f2.2 relativ lichtstark. Der Anti-Verwacklungsmodus profitiert vom neuen Gyroskop-M8-Sensorchip. Im dickeren iPhone 6 Plus hat zudem eine Anti-Verwacklungsoptik Platz.

Videos zeichnet das iPhone 6 mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde in Full HD auf. Hinzu kommt eine Slow-Motion-Funktion; ist diese aktiviert, werden bis zu 240 Bilder pro Sekunde gefilmt.

Die Frontkamera besitzt gleichfalls einen neuen Sensor und soll bis zu 80 Prozent mehr Licht aufnehmen. Mit der „Facetime Camera“, einer so genannten Burst-Funktion, die schnell viele Bilder hintereinander aufnimmt, soll beispielsweise „das perfekte Selfie“ aufgenommen werden.

Apple Bezahlsystem

Wer möchte, kann das iPhone künftig als digitale Geldbörse nutzen. Dazu dient Apple Pay. Der Hersteller will damit als Bezahl-Dienstleister zwischen Einzelhandel und Kreditkartenfirmen auftreten und das Mitführen von Kreditkarten überflüssig machen. Das iPhone übermittelt per Nahbereichfunk NFC eine einmalige Transaktionsnummer. Jede Transaktion muss der Kunde mit Druck auf den Fingerabdrucksensor authentifizieren.

Zum Start des Systems sind in den USA zahlreiche große Konzerne dabei, darunter Staples, Disney und McDonalds. Bei welchen Unternehmen man künftig in Deutschland mit Apple Pay zahlen kann, ist noch nicht bekannt.

Für die USA hat das System einen besonderen Sicherheitsaspekt, denn die bei Apple hinterlegte Kreditkartendaten werden in der Passbook-App angezeigt und bei der Zahlung belastet. Somit sind keine diebstahlgefährdeten Karten mehr im Portemonnaie, keine Kreditkartennummern mehr beim Händler. Dieser Vorteil gilt natürlich international. Da in den Vereinigten Staaten allerdings noch immer fälschungsanfällige Magnetstreifen-Karten im Einsatz sind, ist das ein Pluspunkt für die Amerikaner. In Europa wird schon länger nur noch mit Karten mit (bislang) fälschungssicherem Chip bezahlt, auch sind die Karten teils bereits NFC-fähig.

Preise

Das iPhone 6 ist genauso teuer wie der Vorgänger, jedoch gibt es teils mehr Speicher fürs Geld: Es schlägt ohne Vertrag direkt bei Apple mit 699 Euro (16 Gigabyte), 799 Euro (64 Gigabyte) und 899 Euro (128 Gigabyte) zu Buche. Das iPhone 6 Plus gibt es für 799 Euro (16 Gigabyte), 899 Euro (64 Gigabyte) und 999 Euro (128 Gigabyte). Mit Vertrag stehen sie in den Regalen der Telekom, Vodafone, O2, Debitel und bei ausgewählten Apple-Premium Resellern. Die Geräte sind ab 19. September erhältlich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was die Apple Watch kann.

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