Kommentar von IDC

Intel übernimmt führende Rolle im Ausbau von Cloud

28.06.2011 | Autor / Redakteur: Giorgio Nebuloni / Katrin Hofmann

Giorgio Nebuloni, Senior Research Analyst bei der European Enterprise Server Group

Intel konzentriert sich sowohl auf die Technologie als auch die Bereitstellung von Private Clouds und IaaS-Ökosystemen. Das Unternehmen verfolgt durch einen kontinuierlichen Fokus auf die technische Produktlinie sowie neuen Bestrebungen in der Zusammenarbeit mit End-User-Organisationen und Industriepartnern eine Doppelstrategie, um den Ausbau von Private Clouds in Firmen und die Entstehung einer Vielzahl von konkurierenden Iaas-Ökosystemen zu erleichtern.

Intel hat von einem steilen Anstieg der Server-Ausgaben im Markt mit einem Umsatzwachstum von über 30 Prozent profitiert. Doch nachdem sich die Wachstumsraten im Jahr 2011 wieder auf ein normales Niveau zurück gebildet haben, steht Intel vor einer Reihe neuer Herausforderungen, die allesamt mit der Virtualisierungs- und Cloud-Diskussion zusammenhängen.

Gespräche mit der Geschäftsführung von Intel brachten deutlich zum Vorschein, dass das Unternehmen sich absolut klar über die Risiken und Chancen ist, die die Cloud-Ära mit sich bringt. Intel stellt sich diesen Herausforderungen sowohl durch die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Produktlinie, wie beispielsweise die Reorganisation der Xeon-Produkte in drei Produktgruppen: Xeon E3, Xeon E5 und Xeon E7. Auch arbeitet der Anbieter an Atom-basierten Prozessoren für seine Server-Linie, um im Bereich ultra-dichter Serverumgebungen wettbewerbsfähig zu sein. Um Xeon-Produkte intelligenter zu machen, werden außerdem Features ergänzt, die bei einer weiteren Differenzierung – einschließlich Trusted Execution Technology (Sicherheits-Features, die auf virtuelle Umgebungen ausgerichtet sind) und Power Monitoring Tools – helfen sollen.

Quintessenz für Anwender

  • Die Zeiten ändern sich und Intel setzt Zeichen, dass es – neben „traditionellen“ technologischen Fortschritten auf der Hardware-Ebene – strategisch notwendig ist, als Meinungsbildner die Cloud-Diskussion wesentlich zu beeinflussen. Das Unternehmen engagiert sich bei End User Communities (wie der Open Datacenter Alliance) und unterstützt diese bei der Durchsetzung ihrer Bedürfnisse. Weiterhin hilft Intel den traditionellen IT-Lieferanten, richtige Lösungen zu finden, insbesondere beim Ausbau der internen Clouds. Das hat den CPU-Hersteller dazu gebracht, eine ungewöhnliche Rolle zu übernehmen, indem Intel als Drehpunkt eines breiten Ökosystems von Software-und Hardware-Anbietern vortritt und dabei mithilft, getestete Architekturen für Service-orientierte Infrastrukturen in den Markt zu bringen.
  • Im eigenen “Cloud Builders Programm” fördert Intel bereits vorab getestete Referenz-Architekturen von führenden Anbietern, die aus einer Kombination von Hardware und Virtualisierung oder Automation-Software-Komponenten bestehen. Intel verweist auf 33 Referenz-Architekturen, die bereits vorhanden sind und kündigte weitere für die nächsten Monate an.
  • Intels Bemühungen um den Ausbau einer privaten Cloud sollen die Server-Nachfragen in Unternehmen aufrechterhalten und gleichzeitig traditionelle IT-und Telco-Akteuren dabei unterstützen, schnell Service-orientierte Infrastrukturen (sowohl für den internen Bedarf als auch für Dritte), bereitzustellen, die mit Mega-Rechenzentrums-Angeboten von Amazon, Google, Microsoft (Azure) und großen Hosting/Cloud-Service-Providern (CSPs) konkurrieren können. IDC empfiehlt Unternehmen, ihre Ziele im Hinblick auf den Auf- und Ausbau ihrer Cloud-Infrastruktur klar zu definieren und diese mit den Cloud Services-Angeboten von Drittanbietern zu vergleichen. Die Auswahl hängt davon ab, wie kritisch der Aufwand eingeschätzt wird und welche Service Levels gewünscht werden.

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