Technology Solutions Business-Partner-Roundtable 2017: Software Defined Storage (SDS)[Advertorial]

Innovation mit Entwicklungspotential

(Bild: Technology Solutions)

Angesichts steigender Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Speicherarchitekturen stoßen traditionelle SAN- und NAS-Systeme immer häufiger an ihre Grenzen. Intelligente Verwaltungskonzepte wie das von IBM entwickelte Software Defined Storage-Framework IBM Spectrum Storage versprechen Auswege aus dem Dilemma. Doch treffen derartige Konzepte tatsächlich auch die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen? Was können Anbieter, Distributoren und Systemhäuser tun, damit Unternehmen jeder Größe bereit sind, neue Wege bei der Datenverwaltung zu beschreiten und sich von traditionellen Denkweisen zu verabschieden? Zentrale Fragen, die im Rahmen einer Technology Solutions-Roundtable-Veranstaltung am 7. März in Köln von IBM, Technology Solutions und vier Business Partnern ausführlich und kontrovers diskutiert wurden.

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Fast eineinhalb Jahre sind vergangen, seit das Thema Software Defined Storage (SDS) - kurz nach der Vorstellung des modularen IBM-Speicherkonzepts - erstmalig bei einem Technology Solutions-Roundtable diskutiert wurde. Wie hat sich die Anwenderakzeptanz der Lösung entwickelt, die zum damaligen Zeitpunkt noch von Zurückhaltung geprägt war, lautete deshalb der Einstieg in die Diskussionsrunde. Eine Fragestellung, auf die es nach Ansicht der Technology Solutions Business Partner keine pauschale Antwort gibt.

Mehr als "bekannte Lösungen in neuem Gewand"

Während Teile des IBM SDS Portfolios wie IBM Spectrum Virtualize auf positive Resonanz seitens der Anwender treffen, sind Module wie Spectrum Control, Protect, Accelerate, Scale oder Archive bislang eher unter den alten Namen wie IBM Tivoli Storage Manager (TSM), IBM XIV und IBM General Parallel File System (GPFS) bekannt. Spectrum Virtualize, welches auf dem seit Jahren erfolgreich eingesetzten IBM SAN Volume Controller (SVC) basiert und in den Augen vieler Anwender ein bewährtes Konsolidierungskonzept darstellt, ist mehr als nur ein neuer Name für den SVC. Eine Einschätzung, die Hans Fengel, Partner Technical Advocate Storage bei IBM, bestätigt: „IBM hat wie kein anderer Storage Hersteller konsequent das Thema SDS und SDI ausgebaut. Wir können heute einem Kunden die 100-prozentige Wahlfreiheit liefern – Produkte als klassische Appliances, als SDS oder mit gleicher Funktion in der Cloud. Konkret bedeutet das, dass SDS-Lösungen wie Spectrum Virtualize sowohl in der Cloud als auch auf den IBM-Storwize-Plattformen laufen und damit ebenfalls kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) adressieren.“

Der Mittelstand zögert

Während Großunternehmen die Vorteile von SDS erkennen und für die Konzeption neuer Speicherstrategien nutzen, fällt nach Meinung der Systemhäuser die Resonanz bei KMUs nach wie vor zurückhaltend aus. Gründe sind neben weiterhin bestehenden Informationsdefiziten über den Nutzen von Software Defined Infrastrukturen oft ein fehlender Handlungsdruck.

„Es gibt im klassischen Mittelstand heute noch zu wenige Anwendungsfälle, in denen der Einsatz von SDS-Lösungen einen echten Mehrwert generiert. Den unbestreitbaren Vorteilen von SDS steht ein hohes Maß an Komplexität gegenüber, das KMUs aufgrund eingeschränkter personeller Ressourcen oft überfordert“, stellt Markus Schommer, IT Architekt beim Kölner Systemhaus dualutions, fest. Der vergleichsweise hohe Einstiegspreis trägt nach Ansicht der Business Partner ebenfalls nicht dazu bei, den Umstieg in SDS-Konzepte schmackhaft zu machen.

Markus Schommer: „Wenn SDS-Lösungen ausgerollt werden können wie heutige Virtualisierungslösungen, dann bieten sie dem Kunden einen echten Mehrwert.“
Markus Schommer: „Wenn SDS-Lösungen ausgerollt werden können wie heutige Virtualisierungslösungen, dann bieten sie dem Kunden einen echten Mehrwert.“ (Bild: Technology Solutions)

Deutlich positiver stellt sich das Bild nach Schommers Ansicht nach bei Großkunden, beispielsweise im Großkundensegment dar, die den Aufbau kompletter Software Defined Data Center (SDDC) erwägen. „Dieses Anwendersegment steht SDS sehr viel offener gegenüber. Ihre umfangreichen IT-Umgebungen erfordern tägliche Tasks, wie beispielsweise Provisionierungsdienste, bei denen die Vorteile von SDS-Konzepten voll zum Tragen kommen. Hier tragen SDS-Lösungen zur Effizienzsteigerung bei“, so Schommer.

Auch das Bestreben vieler Großunternehmen Sourcing- und Cloud-Lösungen in ihre IT-Konzepte zu integrieren, wird von SDS optimal unterstützt. Als wenig konsequent erweisen sich SDS-Anwender, wenn es um die vielfach geforderte Hardware-Unabhängigkeit geht. Obwohl diese von IBM-Spectrum unterstützt wird, entscheiden sich Anwender häufig dennoch für den Einsatz von Storage-Appliances.

Cloud bringt Bewegung in festgefahrene Strukturen

Auch seitens der IT-Medien hoch gehandelte Themen wie die "Digitale Transformation" tragen - zumindest im Mittelstand - nach Erfahrung der Business Partner nur selten dazu bei, über tiefgreifende Änderungen der IT-Infrastrukturen nachzudenken. Vielmehr stellen die Systemhäuser fest, dass die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen nicht selten zu organisatorischen Problemen führt. „Zuständigkeiten sind oft nicht geklärt, die Abstimmung zwischen den IT- und den an Gewicht gewinnenden Fachabteilungen funktioniert in der Regel nicht gut. Die Entscheidungsfindung, wenn es um die Lösung von IT-Herausforderungen geht, wird dadurch massiv behindert“, bringt Markus Schommer die prekäre Situation vieler IT-Verantwortlicher auf den Punkt.

„Die meisten IT-Abteilungen reagieren seit Jahren nur noch auf die Anforderungen, die innerhalb des Unternehmens gestellt werden. Oft fehlen Einsicht und Budgets, um mit neuen, innovativen IT-Strukturen inklusive SDS das Kerngeschäft ihres Unternehmens aktiv voranzutreiben“, stellt Hans Fengel fest. Eine Erfahrung, die auch Björn Robbe, Vertriebsleiter bei der c.a.r.u.s. Information Technology GmbH immer wieder machen muss. „In 99 Prozent aller Unternehmen wird die IT nach wie vor als reiner Kostenblock betrachtet und nicht als potentieller Wertschöpfungsgenerator, der dem Unternehmen neue Geschäftsmodelle eröffnet“, so Robbe.

Björn Robbe: „Heute versprechen Marketing-Folien das, was vielleicht im Jahr 2025 umsetzbar ist.“
Björn Robbe: „Heute versprechen Marketing-Folien das, was vielleicht im Jahr 2025 umsetzbar ist.“ (Bild: Technology Solutions)

Doch offensichtlich kommt langsam Bewegung in die festgefahrene Situation. Unternehmen zeigen sich inzwischen offener, wenn es um die Auslagerung von Teilen ihrer IT-Infrastruktur an kompetente Dienstleister geht. „Managed Services, egal ob on premise oder im entfernten Großrechenzentrum, sind ganz klar im Trend“, bestätigt Rainer Waiblinger, Teamleiter Projekte und Managed Services bei K&P Computer. Einen Grund für die Verlagerung von Daten und Verantwortung sieht Waiblinger im Mangel an hochqualifiziertem Fachpersonal. „Die moderne IT besteht aus vielen 'Welten'. Für KMUs wird es immer schwieriger, einen Überblick zu behalten“, so Waiblinger.

Evolution statt Revolution

Die durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen angestoßene Veränderung bestehender und die Konzeptionierung neuer, innovativer Geschäftsmodelle, erfordert auch eine Neuausrichtung auf Seiten der IT-Dienstleister. „Der Druck neuartige Serviceleistungen, wie beispielsweise Consulting-Workshops zu entwickeln, steigt“, konstatiert Harald Prior, Solution Sales Specialist bei Technology Solutions. Solutions Distributoren wie Technology Solutions sind gefordert, ihre Business Partner bei aktuellen Problemstellungen durch entsprechende Support-Leistungen zeitnah zu unterstützen. „Distributoren müssen sich als Antreiber verstehen, wenn es um die Markteinführung neuer Konzepte, wie beispielsweise Software Defined Storage geht. Sie sollen den Knowledge-Transfer zwischen Herstellern und Systemhäusern über geeignete Plattformen, aber auch den Informationsaustausch zwischen ihren Business Partnern fördern", wünscht sich Rainer Waiblinger. Auch wenn es um die Bereitstellung von Proof-of-Concepts und Demo-Umgebungen geht, kann sich Markus Schommer zukünftig ein stärkeres Engagement der Distributoren vorstellen. „Das gilt insbesondere für übergreifende Themen wie SDS, bei denen Systemhäuser ein hohes Maß an Integrationsleistungen zu stemmen haben, um Infrastrukturen zu konzeptionieren, aufzubauen, auszutesten und letztendlich zu realisieren“, so Schommer.

In einem Punkt sind sich die Systemhäuser mit Technology Solutions einig: Die Praxis zeigt, dass der von Marktforschern, IT-Herstellern und IT-Medien propagierte digitale Wandel von Geschäftsprozessen und IT-Infrastrukturen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, als in den meisten Analysen prognostiziert.

Von links: Hans Fengel, Björn Robbe, Markus Schommer, Dirk von Nathusius, Harald Prior, Rainer Waiblinger
Von links: Hans Fengel, Björn Robbe, Markus Schommer, Dirk von Nathusius, Harald Prior, Rainer Waiblinger (Bild: Technology Solutions)

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Ergänzendes zum Thema
 
Stichwort: Software Defined Storage (SDS)
 
Roundtable Teilnehmer
 
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