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Das Security Channel Kompendium von IT-BUSINESS gibt einen Überblick über die wichtigsten Trends und Produkte im Sicherheits-Markt.
Das Jahr 2008 wird in die Annalen als ein großes Jahr der Weltrekorde eingehen – nicht nur aufgrund sportlicher Höchstleistungen, sondern auch aufgrund digitaler »Schlimmstleistungen«. Denn mittlerweile ist der allgemeine Prozentsatz an Spam-Nachrichten unter den normalen eMails auf die Rekordmarke von 99,75 Prozent geklettert. Das meldet der Anbieter für Managed eMail-Security Services Antispameurope. Mitbewerber Eleven stellt ein weltweites Spam-Wachstum seit Juli 2005 von etwa 10.000 Prozent fest.
Ebenso rekordverdächtig erscheint der Ertrag aus den Geschäft mit den Spam-Mails. Rolf Wensing aus dem Vertrieb und Partnermanagement von Reddoxx beziffert den Umsatz aus den weltweiten Spam-Mails auf rund 94 Milliarden US-Dollar. Damit hätten die digitalen Unholde den internationalen Drogenhandel weit hinter sich gelassen. Erschwerend kommt hinzu, dass eMails ebenso beliebt sind, um Malware zu transportieren oder via Social Engineering die Anwender dazu zu veranlassen, sich diese aus dem Internet auf den Rechner zu laden.
Mit dem Lockruf ins Internet eröffnet sich eine weitere, rekordverdächtige Baustelle: Kriminelle Angriffe aus dem Web, so legt der »Bericht über Sicherheitsrisiken aus dem Internet im ersten Halbjahr 2008« von Websense nahe, bedienen sich vermehrt gut beleumundeter Webseiten. Laut Studie stammen mittlerweile 75 Prozent der Malware von prinzipiell legitimen Webseiten. Das entspricht einem Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Dass gegen die rasante Zunahme infizierter Webseiten und gezielter Angriffe auf Unternehmensnetze kein Produkt und keine Strategie hinlängliche Sicherheit bieten, hat selbst der Gesetzgeber erkannt. Mit Hilfe von Paragrafen, Normen, Richtlinien und Empfehlungen geht die Politik gegen die digitalen Negativ- Rekordhalter vor. Compliance, die Einhaltung von gesetzlich vorgeschriebenen und internen Security-Richtlinien, beherrscht deshalb nach wie vor die Köpfe der Security-Verantwortlichen. In wie weit das Thema auch die Köpfe unter den Entscheidungsträgern erreicht, damit adäquate Lösungen tatsächlich in den Unternehmen implementiert werden, sollten Sie als Dienstleister, Systemhaus oder Consultant als persönliche Herausforderung betrachten. Die dunkle Seite des Internets hat die Wettkämpfe längst eröffnet. Seien Sie sportlich und den Negativ-Rekordlern ein ebenbürtiger Gegner!
Viel Spaß beim Lesen, wünscht Ihnen
Dr. Andreas Bergler,
Leitender Redakteur,
IT-BUSINESS
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Publiziert: 26.09.08 | IT-BUSINESS