Werbemaßnahmen, die das Medium Internet nutzen, werden als „Online-Werbung“ bezeichnet. Bei klassischer Online-Werbung flossen geht es um verkaufte Werbeflächen im Web. Diese Werbeform wurde im Oktober 1994 ins Leben gerufen22. Damals schaltete der US-Telekommunikationskonzern AT&T auf der Website des Online-Magazins www.hotwired.com das erste „Fullsize-Werbebanner“. Die zufällig festgelegten Maße von 468 mal 60 Pixel sind bis heute als Standardmaß erhalten geblieben. Inzwischen hat sich allerdings eine ganze Palette an grafischen Werbeelementen entwickelt, beispielsweise hochformatige Anzeigen rechts neben den Web-Seiten-Inhalten (Skyscraper) oder Rectangles, die vergleichbar mit Inselanzeigen im Print-Geschäft inmitten der Seiten-Inhalte platziert werden.
In die Suchwortvermarktung, also in bezahlte Sucheinträge im Anzeigenbereich von Hierbei zahlen Unternehmen dafür, dass ihre Werbeanzeigen bei passenden Suchbegriffen im Anzeigenbereich auf der Suchmaschinen-Ergebnisseite platziert werden. In erster Linie handelt es sich hierbei also um eine Einnahmequelle der Suchmaschinen, allen voran Google. Aber auch Website-Betreiber können an diesem Erfolgsmodell teilhaben, wenn sie kontextbezogene Werbeanzeigen auf ihren Seiten zulassen.
Als Affiliate-Marketing wird Werbung in einem Netzwerk an Web-Seiten (den Affiliates) bezeichnet, die auf die Seiten des Werbers verlinken. Entstanden ist diese Werbeform 1996 auf einer Cocktailparty, nachdem sich dort der Firmengründer des Online-Versenders www.amazon.com, Jeff Bezos, mit einer Frau unterhalten hatte, die auf ihrer Webseite zum Thema Scheidung Bücher von Amazon verkaufen wollte. Nach erfolgreicher Umsetzung stellte die Scheidungsexpertin Bücher auf Ihrer Website vor und verlinkte ihre Empfehlungen direkt auf Angebote im Amazon-Shop. Für jeden erfolgten Verkauf erhielt sie eine Provision. Das Affiliate-Werbemodell war geboren.