LUN | Logical Unit Number | logisches Laufwerk | logische Festplatte

16.04.2009 | Redakteur: Gerald Viola

Der Begriff LUN stammt ursprünglich aus dem Umfeld der SCSI-Nomenklatur. Dort bezeichnet die Logical Unit Number die dezidierte Festplatten-Adressierung am SCSI-Bus.

Diese Adressierbarkeit per Logical Unit Number in einem Festplattenverbund hat seit langem keine Bedeutung mehr. Die LUN wird heute im übertragenen Sinne benutzt, um den Unterschied von physischer und logischer Festplatte deutlich zu machen. Die LUN kann eine Untermenge der Speicherkapazität einer Festplatte sein, sie kann aber auch die Speicherkapazität vieler Festplatten umfassen. Eine logische Festplatte ist auch die Speicherbasis für NAS-Gateways.

LUN und virtuelles Volume

In modernen Speichersystemen ist noch ein Zwischenschritt notwendig, da Festplatten durch die Virtualisierung in mehrere Hundert oder Tausend Chunklets unterteilt werden. Aus diesen Chunklets wird ein virtuelles Volumen erzeugt. Das virtuelle Volumen wiederum wird aus einer kleineren oder größeren Zahl von Chunklets gebildet, die auf einer Vielzahl von Festplatten liegen können. Die Größe von Chunklets ist herstellerspezifisch festgelegt und kann Größen von 16 Kilobyte, 42 MByte oder 256 MByte besitzen. Chunklets sind, im Gegensatz zu den hardcodierten logischen Blöcken einer Festplatte, verschiebbar.

Sub Volume Tiering

Der Unterschied eines virtual Volumes zu einer LUN besteht z.B. darin, dass das virtuelle Volumen auf einem Festplattentyp wie SSD, FC, SAS oder SATA liegt. Eine LUN wiederum kann über mehrere virtuelle Volumen gelegt werden und dann dem Host zur weiteren Benutzung präsentiert werden. Eine so erzeugte LUN kann nun die Chunklets über Speicherklassen verschieben und so die Performance der Daten optimieren.


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