PoE | Power over Ethernet

24.03.2009 | Redakteur: Administrator

Power-over-Ethernet (PoE) ist eine Technologie für drahtgebundene Ethernet-LANs (lokale Netzwerke), welche die Übertragung des für den Betrieb der angeschlossenen Geräte erforderlichen Stroms über Datenkabel anstatt über Stromkabel ermöglicht. Dies reduziert den Verkabelungsaufwand für die Installation des Netzwerkes. Das Ergebnis sind niedrigere Kosten, weniger Ausfälle, eine einfachere Instandhaltung und eine bessere Installationsflexibilität als bei einer herkömmlichen Verkabelung.

Damit PoE funktioniert, muss der Strom vom Stromanschluss aus in das Datenkabel eingespeist werden und am Geräteanschluss wieder austreten, sodass Strom und Datensignale voneinander getrennt bleiben und sich nicht gegenseitig stören. Über einen so genannten Injektor tritt der Strom in das Kabel ein. Wenn das Gerät am anderen Kabelende PoE-kompatibel ist, wird es ohne Modifikation ordnungsgemäß funktionieren. Ist das Gerät nicht PoE-kompatibel, muss ein so genannter Picker oder Tap installiert werden, um den Strom aus dem Kabel abzugreifen. Dieser „abgegriffene“ Strom wird an den Stromanschluss geleitet.

Um im Fehlerfall die Gefahr einer Beschädigung angeschlossener Geräte zu verringern, verfügen anspruchsvollere PoE-Systeme über Fehlerschutzmechanismen. Diese Einrichtung stellt bei übermäßigem Strom oder einem Kurzschluss die Stromversorgung ab.

Typische Einsatzgebiete für PoE sind Netzwerk-Kameras, IP-Telefone oder WLAN-Access-Points.


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