Die Anbieter sind gefordert

Client-Virtualisierung: Neues Schlagwort oder tragfähiges Konzept?

11.02.2011 | Autor / Redakteur: Matthias Kraus / Katrin Hofmann

Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC in Frankfurt

Kostendruck verbunden mit der Anforderung eines reibungslosen Betriebs: Um diesem Spagat gerecht zu werden, ist die Virtualisierung ein wichtiges Instrument für IT-Abteilungen. Nach der Server-Virtualisierung ist die Desktop-Virtualisierung der konsequente nächste Schritt.

Die IT steht wie eh und je unter Kostendruck, gleichzeitig muss sie einen reibungslosen, sicheren und leistungsfähigen IT-Betrieb sicherstellen. Darüber hinaus fordern die Anwender, dass sich die IT doch bitte stärker an ihren Anforderungen ausrichten möge und endlich einen wirklich messbaren Mehrwert für das Unternehmen leisten möge – kurzum, mehr Flexibilität, eine mit dem Unternehmen „atmende“ IT und eine bessere Unterstützung der Geschäftsprozesse. Hier einen klaren Kopf zu behalten und den Spagat zwischen diesen Anforderungen zu meistern, ist keine leichte Aufgabe für IT-Verantwortliche.

Virtualisierung als Hilfe

Ein wichtiges Instrument den Anforderungen allmählich gerecht zu werden, ist die Virtualisierung der IT. Dabei geht es darum, IT-Ressourcen möglichst effizient zusammenzufassen und aufzuteilen. Dabei wird prinzipiell die Software von der darunter liegenden Hardware getrennt. Vorteile liegen unter anderem in einer effizienteren Nutzung der Hardware, mehr Flexibilität und Sicherheitsgewinne.

Vorangetrieben wurde die Virtualisierung in der Vergangenheit vor allem im Bereich der Rechenzentren. Im Fokus stand dabei in erster Linie die Virtualisierung der Server, zunehmend aber auch des Storage und der Netzwerke. Inzwischen kann vor allem die Server-Virtualisierung bei deutschen Unternehmen als etabliert betrachtet werden. Es ist daher nur konsequent, die Virtualisierung auch im Bereich der Endanwender voranzutreiben, dem sogenannten Virtual Client Computing (VCC). VCC umfasst alle Technologien, die zur Virtualisierung auf Seiten der Endanwender zum Einsatz kommen. Hierzu zählen etwa die Desktop- und die Applikations-Virtualisierung.

Ganz neu ist die Idee freilich nicht, entspricht sie doch vom Grundsatz her klassischen Client-Server-Umgebungen, wie sie etwa bei Banken schon seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden. Gleichwohl ist hier seit geraumer Zeit viel Bewegung zu beobachten. Eine Reihe neuer Virtualisierungs-Technologien versprechen ganz neue Modelle der Bereitstellung von IT, was Client-Virtualisierung für eine Vielzahl von Unternehmen interessant machen soll. Dem Thema wurde daher der große Durchbruch prophezeit.

Mühsamer Start trotz Nutzen

Nur entwickelte sich Client-Virtualisierung zunächst eher schleppend. Dann kam die Konjunkturkrise, die doch eigentlich den IT-Verantwortlichen die Augen hätten öffnen müssen bezüglich der Vorteile der Virtualisierung auf Seiten der Anwender. Liegen doch die Vorteile klar auf der Hand – mehr Sicherheit, niedriger Administrationsaufwand, mehr Standardisierung, und viele mehr. Allerdings wollte die Krise VCC auch nicht so recht vorantreiben.

Und jetzt im Aufschwung? Wie stehen IT-Entscheider nun zum Thema Client Virtualisierung? Mehr dazu erfahren Sie auf der zweiten Seite.

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