Im Sommer stiegen die B2B- und B2C-Umsätze

Üppiger Umsatz weckt Hoffnung im IT-Handel

01.10.2009 | Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer / Katrin Hofmann

Manches Prouduktsegment lässt Urlaubsträume wahr werden.

Der ITK-Fachhandel konnte sich im Juli sowohl über wachsende B2B-Erlöse als auch über steigende B2C-Einnahmen im Monatsvergleich freuen. Im Jahresvergleich allerdings zeigen sich nach wie vor Schwächen, besonders bei der Nachfrage durch Großkunden.

Die Fachhandelsumsätze haben sich im Juli deutlich erholt. Vorangetrieben vor allem durch die gute Nachfrage der Konsumenten, landete ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS mit einem Wert von 98 Punkten im aktuellen Untersuchungszeitraum signifikant über dem entsprechenden Vorjahreswert. 98 Punkte entsprechen einem Wachstum von sechs Prozent.

Im Vergleich zum gesamten bisherigen Jahresverlauf, das heißt dem kumulierten Wachstum von Januar bis Juli 2009 im Vergleich zum Januar bis Juli 2008, das nur zwei Prozent Zuwachs aufweist, liegt der Monat Juli somit deutlich besser – man könnte auch sagen: das Sommerloch war 2008 tiefer als das von 2009.

B2B-Geschäft schwächelt weniger als im Vormonat

Die positive Tendenz spiegelt sich besonders im Wachstum des Retail- beziehungsweise B2C-Geschäfts wider, das im Juli 2009 zwölf Prozent über dem Vorjahresmonat lag. Damit erreichte der B2C-Markt den zweithöchsten Wert, der dieses Jahr gemessen wurde. Unter anderem dürften zurückhaltende Ausgaben für den Tourismus dazu geführt haben, dass auch hier von Sommerflaute bislang nur wenig zu spüren war.

Wie schon in den vergangenen Monaten stellt sich die Situation im B2B- beziehungsweise Reseller-Bereich etwas anders dar. Zwar gilt auch hier die Grundaussage der etwas geringer spürbaren Saisonalität. Dennoch betrug das Umsatzminus im Vergleich zum Juli 2008 einen Prozent. Im Juni dieses Jahres allerdings lag der Rückgang noch bei minus zwölf Prozent.

Unterschiedlich gestaltet sich die Umsatzentwicklung je nach B2B-Segment. Das Enterprise- beziehungsweise Großkundengeschäft weist im Juli 2009 ein Minus von vier Prozent im Jahresvergleich auf, was auf eine sich weiter schwierig gestaltende Nachfrage-Situation in diesem Kundensegment schließen lässt. Auch das dritte und vierte Quartal dieses Jahres dürften tendenziell ähnlich verlaufen.

Ein Novum konnte im aktuellen Untersuchungsmonat dagegen im SMB-Bereich gemessen werden. Nach 16 Monaten rückläufiger Entwicklung ist die SMB-Nachfrage erstmals mit plus einem Prozent im Jahresvergleich in den positiven Bereich gewandert. Dieser Trend, der bereits in den vergangenen Monaten von der GfK prognostiziert wurde, wird sich voraussichtlich fortsetzen. Windows 7 dürfte die SMB-Nachfrage stimulieren. Im Enterprise-Geschäft könnte dagegen eher ein gegenteiliger Effekt eintreten.

Wie sich die Retail-Nachfrage entwickelte und mehr zu Note- und Netbooks erfahren Sie auf Seite 2.

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