11.02.2010 | Redakteur: Sarah Maier
Im Rahmen des UCC & Mobility Fachforums 2010 wird Matthias Stender als Keynotespeaker auftreten. Er nennt sich selbst einen „absoluten Praktiker“ in dieser Materie.
Die Türen zu Unified Communications und Mobility öffnet die IT-BUSINESS-Akademie interessierten Teilnehmern im März. Auf dem Fachforum werden namhafte Hersteller aus dem Bereich UCC vertreten sein. Zudem kommen Keynotespeaker aus Forschung und Praxis zu Wort.
Als kleinen Vorgeschmack auf die Veranstaltung stellt sich vorab Matthias Stender von Datac vor. Er kennt als Dienstleister die Herausforderungen der Reseller. Weitere Referenten werden Boris Meißner, Division Manager bei Innovabee, sowie Dr. Wilhelm Bauer, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, sein. Von Seiten der Industrie reißt vorab schon Hans-Jürgen Jobst als Avaya-Vertreter die Themen an, die den Handel beschäftigen.
ITB: Sie sind Keynotespeaker auf dem UCC und Mobilty Fachforum 2010. Aus welchem Erfahrungsbereich können Sie schöpfen?
Stender: Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit der Optimierung von technisch-organisatorischen Kommunikationsabläufen. Begonnen habe ich mit der Entwicklung und europaweiten Vermarktung von Rechnern für Telex Nebenstellenanlagen, die an Host Systeme angebunden wurden. In der Fortführung dieser Entwicklungen waren wir der erste Hersteller in Deutschland, der postzugelassene Telefax-, Telex- und Teletex-Mehrdienstgeräte zur Anbindung an Rechnersysteme produzierte. So ging die Entwicklung über Unified Messaging, CTI-Unterstützung, Callcenter Applikationen und Collaboration weiter.
Stender: Ich habe hier hunderte Projekte vom Design der Lösung bis zur Umsetzung begleitet und sehe mich als absoluten Praktiker. Arbeitsabläufe der internen und externen Kommunikation in Unternehmen mit dem Kunden analysieren und gemeinsam, auf Basis eines breiten Fachwissens eine technische Unterstützung oder Lösung entwickeln: Darin liegt meine Stärke.
Stender: Ich denke, der Begriff Unified Communications ist heute so umfassend wie leider auch fehlinterpretiert. Mein Referat soll aufzeigen, welche Dienste, Netze und Anwendungen zu Unified Communications gehören. Basierend auf dieser Standortbestimmung werde ich auch kritisch die Sichtweise unterschiedlicher Herstellergruppen betrachten. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Chancen zu erkennen, die uns UC-Services bieten.
Stender: Ich glaube, die größte Herausforderung ist es, sich von dem Produktgedanken und Feature-Denken zu lösen und mehr die Prozesse im Unternehmen und in der Kommunikation zu betrachten. Anschließend sollte die 80/20 Regel beachtet werden: mit 20 Prozent Einsatz 80 Prozent Optimierungspotenzial ausschöpfen – also bewusst nur den wichtigsten Teil zu betrachten und umzusetzen. Nur so ist ein UC-Projekt nachhaltig zum Erfolg zu bringen.
Stender: UC ist kein Produkt sondern ein Angebot von möglichen Diensten. Die Bedürfnisse der Anwender zu erkennen und diese Services auf die Anwender optimal zuzuschneiden birgt ein riesiges Potenzial für beide Seiten – für den Anwender wie für den Dienstleister – um Umsätze mit langfristiger Kundenbindung zu generieren.

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