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Die Games Convention in Leipzig war bisher die einzige Spielemesse in Deutschland. Seit ihrer Gründung wurden unter anderem die US-Spielemesse Electronic Entertainment Expo (E3) eingestellt als auch die europäische Spielemesse ECTS, dem Mittelpunkt der London Gamesweek, die unter anderem auch die Entwicklerkonferenz Game Developers Conference Europe sowie Sonys Verbraucherveranstaltung PlayStation Experience umfasste.
Im Frühjahr 2008 beschloss der deutsche Branchenverband BUI, die Messe ab 2009 nach Köln zu verlagern. Jetzt buhlen die beiden Veranstaltungsorte um Aussteller und Besucher, da Leipzig die Messe Games Convention unter eigener Regie fortführen will und Köln die Gamescom im Sommer 2009 veranstaltet. Beide Messen finden zudem fast zeitgleich statt.
Die Veranstalter der Messe Köln halten laut Financial Times Deutschland eine weitere Spielemesse für Europa unnötig, da die Gamescom von Anfang an als europäische Leitmesse der Videospiel-Branche etabliert werden soll. Um dies zu erreichen, sei ein »Games Festival« in der Kölner Stadt geplant sowie ein Kongress, der von Nordrhein-Westfalen unterstützt werde.
Der Trägerverband BIU hat zudem zusammen mit dem Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. (G.A.M.E.) und dem IT-Branchenverband Bitkom sowie Kulturstaatsminister Bernd Neumann vereinbart, ab 2009 jährlich den Deutschen Computerspielepreis zu verleihen. Der mit insgesamt 600.000 Euro dotierte Preis wird in insgesamt zehn Kategorien an herausragende und pädagogisch wertvolle deutsche Spieleproduktionen vergeben. Die Übergabe findet jedoch weder auf der Gamescom in Köln noch auf der Games Convention in Leipzig statt, sondern abwechselnd in München und Berlin. So wird das Thema Computerspiele optimal über die gesamte Republik verteilt.