Dorit Bode zu Projekt- und Listenpreisen

Das sagt die HP-Channel-Chefin zur Kürzung der Back-End-Boni

05.06.2009 | Redakteur: Regina Böckle

Dorit Bode, Director Solution Partners Organisation bei Hewlett-Packard

HP hat die Back-End-Boni für die Distributoren gekürzt. Diese kündigten Preiserhöhungen an. Channel-Chefin Dorit Bode erläutert im Interview mit IT-BUSINESS, was nun mit den HP-Listenpreisen passiert.

Seit Mai erhalten HP-Distributoren de facto keine Back-End-Boni mehr für HPs IPG- und PSG-Sparten. Daraufhin kündigten die Distributoren Preiserhöhungen an. Die Resonanz im Channel war durchweg positiv. Parallel dazu kappte HP die Backend-Komponente aus den Zielvorgaben der Partnerlandschaft der PSG (PC-Sparte).

ITB: Hewlett-Packards Maßnahme, in den Bereichen IPG (Imaging and Printing Group) und PSG (Personal Systems Group) die Rabatte für Distributoren zu kürzen, wurde von allen Channel-Beteiligten befürwortet. Infolge dessen haben die Distributoren die HEK-Preise angehoben. Wann werden Sie entsprechend die Listenpreise für alle betroffenen Artikel erhöhen, damit Reseller die HEK-Preiserhöhung an Endkunden weiter geben können?

Bode: Ziel der Anpassung des Kompensationsmodells war es, das Bonussystem für alle Beteiligten transparenter und berechenbarer zu machen. Eine Änderung der Listenpreise war nicht Teil der Strategie. Aber natürlich werden diese kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.

ITB: Was passiert, wenn ein Partner ein Projekt noch nach den alten Preisen verkauft hat, das Projekt sich zeitlich aber über den Mai hinweg erstreckt – wenn schon die neuen Preise gelten?

Bode: Entscheidend für das Projektgeschäft ist der Zeitpunkt der Vergabe. Hat HP dem Partner also im April Projektpreise genehmigt, gelten diese auch im Mai beziehungsweise über die bestätigte Laufzeit des Projekts hinweg. Das bietet Partnern aber auch Kunden Sicherheit.

ITB: Wann wird das geänderte Kompensations-Modell auch für die Enterprise-Server- und Storage-Unit ESS umgesetzt – inklusive Anpassungen der Listenpreise?

Bode: Grundsätzlich bewegt sich jede Business Unit in einem individuellen Marktumfeld und setzt unterschiedliche Go-to-Market-Strategien um. Jede Business Unit entscheidet deshalb individuell über Anpassungen.

ITB: Weshalb werden SMB-Partnern nur Umsätze pro Unit angerechnet, statt über alle drei Business Units ESS, IPG und PSG gebündelt? Das würde gerade kleinen Systemhäusern die höhere Partner-Einstufung erleichtern.

Bode: SMB-Partner, die bei HP typischerweise im Preferred-Partner-Programm angesiedelt sind, werden grundsätzlich über alle Business Units hinweg betreut. Erreichen sie eine gewisse Umsatzgröße, erhalten sie bei der Weiterentwicklung des HP-Geschäfts individuelle Unterstützung von den einzelnen Geschäftsbereichen. Die „kritische“ Größe variiert je nach Geschäftsbereich, da das jeweilige Marktumfeld unterschiedliche Anforderungen stellt. Deshalb ist es bei diesen Partner nicht sinnvoll, einen Gesamtumsatz festzulegen.

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