20.03.2007 | Redakteur: Harry Jacob
Auf dem CeBIT-Stand von Microsoft in Halle 4, Stand A 26, zeigen vor allem die Handelspartner des Software-Riesen, was mit Microsoft-Produkten so alles an Lösungen zu bauen ist. Die Grundlage dafür ist die virtuelle Firma Contoso. IT-BUSINESS sprach mit Microsofts Channel-Chef Robert Helgerth.
Der erste große Kundenevent seit dem offiziellen Launch von Windows Vista und Office 2007, das ist die CeBIT für Microsoft. Und damit ein Gradmesser für den Erfolg der neuen Produkte. Laut Robert Helgerth, Direktor Mittelstand und Partner bei Microsoft, ist der Zuspruch großartig - und ein Blick auf die dicht bevölkerten Partnerstände bestätigt das.
Helgerth legte dar, dass man dieses Mal mit einem veränderten Konzept auf die Messe gekommen sei, und das habe sich als sehr erfolgreich gezeigt: »Zu sehen ist an erster Stelle die Lösung des Partners, dann der Nutzen für den Kunden und schließlich auch die Plattform von Microsoft, auf der das Ganze basiert.« Grundlage für die Präsentationen ist jeweils die virtuelle Firma Contoso. Diese dient als Anschauungsobjekt, an dessen Beispiel sich die Anforderungen der Kunden nachvollziehen und lösen lassen. Damit war Microsoft erstmals zur CeBIT 2005 aufgetreten, damals noch mit vergleichsweise eingeschränkten Möglichkeiten.
Die aktuelle Version von Contoso bietet 200 verschiedene Szenarien und 30 unterschiedliche Rollen, in die der Präsentator schlüpfen kann, je nachdem, was der Kunde braucht. So lässt sich dem Controller demonstrieren, wie er auf alle Unternehmensdaten zugreifen und diese verknüpfen oder auswerten kann, dem Vertriebsleiter dagegen, wie die Integration von Auftragsabwicklung, Lagerhaltung, Bestellwesen und Serviceanforderungen erfolgen kann. Laufend kommen durch die Lösungen der Partner neue Möglichkeiten hinzu.
Contoso dient nicht nur Microsoft, sondern auch den Partnern als Anschauungsobjekt. »Je nachdem, was die Rolle des Ansprechpartners ist, kann der Reseller die Szenarien auswählen, die inhaltlich und technisch passen, also beispielsweise eine Auftragsbearbeitung, die mobil erfolgen soll«, erläutert Helgerth. Zusätzlich zum aktuellen Bedarf des Kunden lassen sich via Contoso auch Wachstumspfade demonstrieren und aufzeigen, dass die Lösungen auf Standardsoftware aufsetzen, was sich positiv auf die Kosten der Lösungen auswirke. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Kunden sehr gut in der Lage sind, die gezeigten Szenarien auf ihr eigenes Unternehmen zu übertragen und dadurch der Verkaufserfolg beschleunigt wird. Bis zu 13 Prozent mehr Umsatz und mehr als 20 Prozent kürzere Vertriebszyklen haben Reseller, die auf Contoso setzen, laut einer Erhebung des Softwarekonzerns.
Interessant ist die Plattform für fast alle Microsoft-Produkte. Das fängt bei Windows Vista und Office an und hört bei Visio und Dynamics noch lange nicht auf. Nachdem der Softwarekonzern in diesem Jahr praktisch alle seine Produkte erneuert, ist das virtuelle Unternehmen Contoso eine gute Gelegenheit, die neuen Funktionen beispielhaft darzustellen.
Derzeit sind über 200 Microsoft-Partner auf Contoso trainiert, 60 Software-Hersteller haben ihre Produkte an die Plattform angepasst. Zusätzlich ist Microsoft dabei, die Plattform weiter auszurollen. So gibt es eine Kooperation mit Citrix, die dafür sorgt, dass nun weitere 200 Partnerdieses Unternehmes die Plattform nutzen, als nächstes wird es ähnliche Kooperationen im Security- und Kommunal-Bereich geben.
Auch für Microsoft-Partner stehen die Türen zu Contoso nun weiter offen. War der Zutritt früher nur Certified Partner gestattet, so ist nun grundsätzlich jedem registrierten Microsoft-Partner die Teilnahme möglich. Informationen gibt es auf der CeBIT, Halle 4, Stand A 26 oder unter untenstehendem Link.
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